Überprüfung von IFRS 10, 11 und 12


IRZ, Heft 1, Januar 2021, S. 20

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat am 9. Dezember 2020 eine Bitte um Informationsübermittlung („request for information“) veröffentlicht, mit der er IFRS-Anwender und Abschlussadressaten um Rückmeldungen hinsichtlich der Anwendung von IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ und IFRS 12 „Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen“ im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung dieser Standards bittet.

In dem Dokument werden insbesondere folgende Themenbereiche adressiert:

IFRS 10 „Konzernabschlüsse“:

  • Kontrolle über ein Beteiligungsunternehmen, einschließlich relevanter Tätigkeiten, Rechte, die einem Investor Kontrolle über ein Beteiligungsunternehmen verleihen, und Kontrolle ohne Stimmenmehrheit;
  • Verknüpfung zwischen Kontrolle und Renditen, einschließlich Agentenbeziehungen und nichtvertraglicher Agentenbeziehungen;
  • Beteiligungsunternehmen, einschließlich Kriterien zur Identifizierung eines Beteiligungsunternehmens und von Tochtergesellschaften, die Beteiligungsunternehmen sind; und
  • Rechnungslegungsvorschriften für Transaktionen, die zu einer Änderung der Eigentumsverhältnisse führen, und die Teilübernahme einer Tochtergesellschaft, die keinen Geschäftsbetrieb darstellt.

 

IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“:

  • Zusammenarbeitsvereinbarungen außerhalb des Anwendungsbereichs von IFRS 11;
  • Klassifizierung gemeinsamer Vereinbarungen; und
  • Rechnungslegungsvorschriften für gemeinsame Geschäftstätigkeiten.

 

IFRS 12 „Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen“

  • Allgemeine Abfrage der Zweckmäßigkeit und Aussagekraft der geforderten Angaben

 

Rückmeldungen an den IASB werden bis zum  10. Mai 2021 erbeten. Danach will der Board entscheiden, ob Aktivitäten zur Änderung oder Ergänzung der Standards in das Arbeitsprogramm des IASB aufgenommen werden sollen.