ESMA veröffentlicht Erklärung zur Berücksichtigung von COVID-19 in der Zwischenberichterstattung


IRZ, Heft 6, Juni 2020, S. 273

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) hat am 20. Mai 2020 eine Erklärung veröffentlicht, in der sie ihre Erwartungen an eine Zwischenberichterstattung in 2020, insbesondere die Halbjahresfinanzberichterstattung, zu den Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie COVID-19 formuliert (siehe zur Erstellung von IFRS-Zwischenabschlüssen 2020 auch Richter, IRZ 2020, 227 ff.).

Transparenz durch ausführliche und entscheidungsnützliche Erläuterungen werden in Zwischenabschlüssen insbesondere im Hinblick auf die Inanspruchnahme von Unterstützungsmaßnahmen, erhebliche Unsicherheiten und Risiken, die Aussichten auf die Unternehmensfortführung, Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten, Steuererleichterungen, latente Steueransprüche, Rückstellungen, Fair Value-Bewertungen und den Ausweis von COVID-19-bezogenen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung gefordert. In Bezug auf Zwischen-Lageberichte empfiehlt die ESMA den Unternehmen, die erwarteten und zukünftigen Auswirkungen von COVID-19 auf die strategische Ausrichtung und Ziele sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darzustellen und eingeleitete Maßnahmen zur Abschwächung der negativen Effekte zu erläutern.

Das Statement kann unter www.esma.europa.eu eingesehen werden.