IASB passt Referenzierung in IFRS 3 auf das Rahmenkonzept an


IRZ, Heft 6, Juni 2020, S. 272

Ebenfalls am 14. Mai 2020 hat der IASB den Ergänzungsstandard „Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3)“ herausgegeben. Mit den sehr begrenzten Änderungen wird ein veralteter Verweis in IFRS 3.11 auf das Rahmenkonzept 2018 aktualisiert, ohne die übrigen Vorschriften im Standard substanziell zu ändern.

Um zu verdeutlichen, dass sich hieraus keine materielle Veränderung der Bilanzierungskonsequenzen gegenüber der vorherigen Fassung des Standards ergibt, wurde klarstellend ergänzt, dass ein Erwerber im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen bei Geschäftsvorfällen und anderen Ereignissen im Anwendungsbereich von IAS 37 oder IFRIC 21 diese Regelungen (anstelle des Rahmenkonzepts) anzuwenden hat, um die Schulden zu identifizieren, die er bei einem Unternehmenszusammenschluss übernommen hat. Außerdem wurde IFRS 3 um eine ausdrückliche Aussage ergänzt, dass ein Erwerber Eventualforderungen, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, nicht ansetzen darf.

Die Änderungen an IFRS 3 treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist gestattet, wenn ein Unternehmen auch alle anderen aktualisierten Verweise auf das Rahmenkonzept 2018 zum gleichen Zeitpunkt oder früher anwendet. Für eine Anwendung in einem befreienden IFRS-Konzernabschluss in der EU ist zu beachten, dass zuvor noch die Anerkennung der Regelung durch die EU erfolgen muss.