Auswirkungen von COVID-19 auf die Arbeiten des IASB


IRZ, Heft 5, Mai 2020, S. 220

In einer Sondersitzung des IASB am 17. April 2020 wurden die zeitlichen Auswirkungen der Beschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie auf die Arbeiten des Gremiums diskutiert. Als Ergebnis der Überlegungen wurden folgende Änderungen beschlossen, die auch in den Arbeitsplan des IASB eingeflossen sind:

  • Der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen an IAS 1 hinsichtlich der Fristigkeit von Schulden soll vom 1. Januar 2022 um ein Jahr auf den 1. Januar 2023 verschoben werden. Da der Standard schon veröffentlicht ist, bedarf es dazu eines weiteren Änderungsstandards, den der Board kurzfristig verabschieden will.
  • Die Kommentierungsfristen für den Standardentwurf zur zweiten Phase des Projekts zur IBOR-Reform und für das Diskussionspapier zur Verbesserung der Goodwillbilanzierung wurden jeweils um drei Monate verlängert.
  • Es soll sehr kurzfristig eine Standardergänzung zu IFRS 16 veröffentlicht werden, in der klargestellt werden soll, dass COVID-19-bedingte Änderungen an Leasingverträgen nicht zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses bei Leasingnehmern führen.