DPR-Tätigkeitsbericht 2019


IRZ, Heft 3, März 2020, S. 120

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat am 30. Januar 2020 ihren Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Jahr 2019 vorgelegt. Darin fasst die deutsche Enforcement-Institution ihre Aktivitäten im abgelaufenen Jahr zusammen und kommt zu folgenden wesentlichen Ergebnissen:

  • Die DPR hat im Jahr 2019 insgesamt 86 Prüfungen abgeschlossen, davon 79 Stichprobenprüfungen, sechs Anlassprüfungen und eine Prüfung, die auf Verlangen der BaFin durchgeführt wurde.
  • Die dabei festgestellte, unbereinigte Fehlerquote lag im Jahr 2019 mit 20% deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg wird von der DPR im Wesentlichen damit begründet, dass in 2019 im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viele anlassbezogene Prüfungen beendet wurden, die sämtlich zur Feststellung einer fehlerhaften Rechnungslegung führten.
  • 79% der Fehlerfeststellungen wurden von den geprüften Unternehmen anerkannt. Dies liegt etwa auf dem Niveau des Vorjahres sowie des langjährigen Durchschnitts.
  • Ein Prüfverfahren dauerte im Jahr 2019 durchschnittlich 8,4 Monate, was tendenziell eher über dem langjährigen Durchschnitt von 8,1 Monaten liegt.
  • Ein Schwerpunkt der Prüfungsarbeiten entfiel auf die erstmalige Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9, was jedoch nicht zu Fehlerfeststellungen führte.
  • Eine Nachschau der in 2018 festgestellten Fehler ergab, dass diese im nachfolgenden Abschluss nahezu ausnahmslos korrigiert wurden. Ferner wurden von der DPR erteilte Hinweise von den Unternehmen wie in den vergangenen Jahren in den weitaus meisten Fällen im darauf folgenden Jahr umgesetzt.
  • Die bei der DPR verursachten Kosten lagen mit 5,5 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres.

 

Der Tätigkeitsbericht steht auf der Website der DPR (www.frep.info) zur Lektüre oder zum Download bereit.