IASB-Arbeitsprogramm


IRZ, Heft 3, März 2020, S. 119

Seit dem in IRZ 2/2020 erläuterten Stand des Arbeitsprogramms des IASB (IRZ 2020, 57) haben sich nachfolgende Änderungen in den verschiedenen Projektkategorien ergeben (Stand: 25. Februar 2020):

Im Bereich der Standardsetzung haben sich bei den bisherigen Projekten keine Änderungen ergeben. Neu hinzugefügt wurde ein Projekt im Rahmen der Angabeninitiative des IASB, das sich mit Tochterunternehmen in einem Full-IFRS-Abschluss befasst, die ihren Abschluss nach dem IFRS for SMEs aufgestellt haben. Dieses Projekt war bisher als Forschungsprojekt geführt worden. Hier soll ein Diskussionspapier oder bereits ein Standard-Ergänzungsentwurf erarbeitet werden; vorerst ist jedoch hierfür kein Zeitrahmen angegeben.

Im Bereich Standardpflege-Projekte haben sich folgende Änderungen ergeben:

  • Nach der Veröffentlichung einer Bitte um Informationsübermittlung im Projekt zur Überprüfung des IFRS for SMEs soll nun der Rücklauf bis Ende Juli 2020 abgewartet werden, bevor mit dessen Auswertung begonnen wird.
  • Der Abschluss der Auswertung der Rückmeldungen zum Entwurf eines Änderungsstandards im Projekt zu latenten Steuern auf zeitgleich entstandene Vermögenswerte und Schulden (Änderungen an IAS 12) verschiebt sich vom März 2020 in das zweite Quartal 2020.
  • Endgültige Änderungen in den Projekten zu Gebühren im 10-Prozent-Test zwecks Ausbuchung (Änderungen an IFRS 9) und zu Leasinganreizen sowie der zweiten Phase des Projekts zur IBOR-Reform sollen nunmehr im April 2020 veröffentlicht werden. Bisher war das zweite Quartal 2020 angegeben worden.
  • Neu in den Bereich der Standardpflege-Projekte aufgenommen wurde ein Projekt zur Ergänzung der Regelungen des IAS 37 zu Rückstellungen. Dabei sollen die Definition einer Schuld mit dem überarbeiteten Rahmenkonzept abgestimmt sowie zwei eng umrissene Bewertungsfragen adressiert werden. Das Projekt wurde bisher als Forschungsprojekt geführt.
  • Der Termin zur geplanten Veröffentlichung der endgültigen Standardergänzungen in den Projekten zu Tochterunternehmen als IFRS-Erstanwender (Änderungen an IFRS 1), Besteuerung im Zusammenhang mit Fair-Value-Bewertungen (Ergänzung von IAS 41) sowie der Aktualisierung der Rahmenkonzept-Referenzen in IFRS 3 wurde auf April 2020 konkretisiert (bisher: zweites Quartal 2020).

 

Bei den laufenden Forschungsprojekten waren folgende Veränderungen zu verzeichnen:

  • Die Veröffentlichung eines Diskussionspapiers im Projekt zu Goodwill und Impairment-Fragen wurde vom Februar 2020 in den März 2020 verschoben.
  • Die Projekte zu Angaben zu Tochterunternehmen, die als SMEs zu klassifizieren sind, und zur Ergänzung der Regelungen zu Rückstellungen wurden umklassifiziert (s.o.) und werden deshalb nicht mehr unter den Forschungsprojekten ausgewiesen.

 

Im Bereich der übrigen Projekte wird nach der erfolgten Auswertung der Rückmeldungen auf das Entwurfsdokument zum Handbuch zur Standardentwicklung (Due Process Handbook) nun als nächster Schritt die Veröffentlichung eines aktualisierten Handbuchs angestrebt, jedoch bisher nicht terminiert.

Die aktuelle Version des Arbeitsplans (die sich jedoch gegenüber dem vorstehend beschriebenen Stand aufgrund der laufenden Aktualisierung bereits wieder geändert haben kann) ist auf der Website des IASB (www.ifrs.org) tagesaktuell abrufbar.