Jährliche Verbesserungen im Zyklus 2018–2020 vorgeschlagen


IRZ, Heft 6, Juni 2019, S. 242

Der IASB hat am 21. Mai 2019 den Entwurf ED/2019/2 Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2018–2020 veröffentlicht, der Änderungsvorschläge zu vier IFRS beinhaltet. Der IASB verwendet den Prozess jährlicher Verbesserungen, um notwendige, aber nicht dringliche Änderungen an den IFRS vorzunehmen, die nicht Teil eines größeren Projekts sind. Im Einzelnen werden die folgenden Änderungen vorgeschlagen:

  • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS: Sofern ein Tochterunternehmen die IFRS erstmals anwendet, nachdem das Mutterunternehmen diese bereits übernommen hat, hat im Fall der Anwendung des IFRS 1.D16(a) die Bewertung kumulierter Umrechnungsdifferenzen unter Verwendung der vom Mutterunternehmen ausgewiesenen Beträge basierend auf dem Zeitpunkt des Übergangs des Mutterunternehmens auf IFRS zu erfolgen.
  • IFRS 9 Finanzinstrumente: Die vorgeschlagene Änderung stellt klar, welche Gebühren ein Unternehmen einzubeziehen hat, wenn es im Rahmen des 10%-Tests betreffend die Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten beurteilt, ob die Bedingungen einer neuen oder geänderten finanziellen Verbindlichkeit wesentlich von den Bedingungen der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit abweichen.
  • IFRS 16 Leasingverhältnisse: Die vorgeschlagene Änderung beinhaltet die Streichung der Darstellung der Erstattung von Mietereinbauten durch den Leasinggeber aus dem erläuternden Beispiel 13 zu IFRS 16, um so einer potenziellen Verwirrung bei der Behandlung von Leasinganreizen entgegenzuwirken.
  • IAS 41 Landwirtschaft: Der Änderungsentwurf sieht vor, steuerbedingte Cashflows bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines biologischen Vermögenswerts auszuschließen, und dadurch eine Übereinstimmung mit den Vorschriften des IFRS 13 zu erreichen.

 

ED/2019/2 enthält keine Vorschläge für Zeitpunkte des Inkrafttretens der Änderungen. Stellungnahmen werden bis zum 20. August 2019 erbeten.