IDW RS HFA 50: Modulentwurf IFRS 1 – M1


IRZ, Heft 1, Januar 2020, S. 19

Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat am 17. Dezember 2019 den Modulentwurf IFRS 1 – M1 veröffentlicht, der den Übergang von einem kombinierten Abschluss auf einen IFRS-Konzernabschluss für einen Geschäftsbereich aufgrund eines geplanten Börsengangs unter Anwendung der extraction method thematisiert.

Darin wird eine aus der Sicht des IDW zulässige Bilanzierungsvariante für den speziellen Fall vorgestellt, dass eine Konzernstruktur gezielt geändert wird, um bestimmte Geschäftsbereiche eines Konzerns, die zuvor keine eigene Rechtseinheit (legal entity) besaßen, in Form eines öffentlichen Angebots (Initial Public Offering, IPO) an den Kapitalmarkt zu bringen. Sofern die rechtliche Reorganisation zum Stichtag eines in den erforderlichen Wertpapierprospekt aufzunehmenden Abschlusses noch nicht beendet ist, stellt der Geschäftsbereich (noch) keinen Konzern i.S.v. IFRS 10 dar. Im Modulentwurf wird anhand eines Beispiels erläutert, ob für diesen „Verbund“ von Gesellschaften ein mit den IFRS in Einklang stehender Abschluss aufgestellt werden kann und, sofern dies möglich sein sollte, mit welchen Wertansätzen die Vermögenswerte und Schulden in dem Abschluss zu erfassen sind.

Stellungnahmen zum Modulentwurf können beim IDW bis zum 3. Februar 2020 eingereicht werden (www.idw.de).