EuGH

Weg für Fußballstar-Marke "Messi" frei


Fuß­ball­star Lio­nel Messi kann Klei­dung, Schu­he und Sport­ar­ti­kel in der EU künf­tig nach sich selbst be­nen­nen. Im Streit um die von ihm an­ge­mel­de­te Uni­ons­mar­ke "Messi" hat der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof dem Ar­gen­ti­ni­er am 17.09.2020 den Weg dazu be­rei­tet. Es be­stä­tig­te eine Ent­schei­dung des EuG, wo­nach Ver­wechs­lungs­ge­fahr bei den Mar­ken "Massi" und "Messi" wegen der Be­kannt­heit des Welt­fuß­bal­lers aus­zu­schlie­ßen ist.

 

EuG: Bekanntheit Messis steht Verwechslungsgefahr entgegen

Messi hatte 2011 beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) die Eintragung der Marke beantragt. Nach Widerspruch wegen Verwechslungsgefahr mit der Marke "Massi", die ebenfalls Rechte für Bekleidung und Schuhe besitzt, hatte das EUIPO Messis Antrag 2013 abgelehnt. Der Stürmer legte daraufhin Klage beim EuG ein. 2018 kam dieses zu dem Schluss, dass Messis Bekanntheit die Ähnlichkeit der beiden Namen neutralisiere und jegliche Verwechslungsgefahr ausschließe (BeckRS 2018, 6412). Sowohl das EUIPO als auch die spanische Firma hinter der Marke "Massi" legten daraufhin Rechtsmittel beim EuGH dagegen ein (Urt. v. 17.09.2020 - C-449/18).


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