Zukunft des Reporting


 

Die Modernisierung und Optimierung von Enterprise-Reporting-Anwendungen ist vor dem Hintergrund von sich ändernden und steigenden Anforderungen entscheidend, um kontinuierlich zuverlässige Informationen zur Entscheidungsunterstützung in volatilen Märkten bereitzustellen.

 

 

Praxis-Info!

 

Problemstellung

Im Beitrag „Digitalisierung des Controlling im Aufwind“ hatten wir kürzlich im BC-Newsletter darüber berichtet, dass die Digitalisierung den Controlling-Experten viel abfordert: Kürzere Reaktionszeiten und Automatisierung sind die treibenden Hauptziele. Das gilt gleichermaßen für die Reportingexperten.

Nach BARC-Angaben vom 18.7.2019 (BARC = Business Application Research Center mit Experten für Business Intelligence, Analytics, Big Data etc.) werden Anwender oft nicht ausreichend von ihren Berichtssystemen unterstützt, während viele der erstellten Inhalte ungenutzt sind oder keine Relevanz für die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Fragestellungen haben. Der Aufbau und die Wartung traditioneller Lösungen seien teuer, und dennoch könnten sie ihre Benutzer häufig nicht zufriedenstellen.

 

 

Lösung

Die dazu durchgeführte BARC-Studie beschäftigt sich mit folgenden Fragen:

  • Welche Ansätze verfolgen Unternehmen, um ihre Reporting-Landschaft zu verbessern?
  • Was sind heute und künftig die wichtigsten Berichtstypen und Verteilungskanäle in Unternehmen?
  • Was sind die wichtigsten Herausforderungen für die Enterprise-Reporting-Umgebung?

Die Studie wurde sowohl mit einem globalen Sample als auch in der DACH-Region durchgeführt. Im globalen Sample wurden über 600 Teilnehmer aus 58 Ländern und aus verschiedensten Branchen befragt; für die DACH-Version der Studie über 250 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

 

 

Praxishinweise:

  • Controller und Bilanzbuchhalter können weiterführende Informationen spezifischen BARC-Infografiken zu den Studien zu entnehmen: Zur Infografik der globalen Studie siehe hier; zur Infografik der Studie mit DACH-Sample siehe unter http://barc.de/Artikel/infografik-the-future-of-reporting.
  • Für eine kostenlose Version der jeweiligen Studiendokumente klicken Sie auf das Logo der Sponsoren bzw. wenden sich an diese (u.a. SAP, IBM, Board).
  • Fortschritte bei der Digitalisierung des Finanz- und Rechnungswesens sind einer anderen Studie zu entnehmen, die unter dem Titel „Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen 2019 – und was sie für die Abschlussprüfung bedeutet“ von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) organisiert wurde. Hier wurde nach Angaben vom 22.8.2019 festgestellt, dass 29% der befragten Unternehmen den Technologieeinsatz in ihrem Finanz- und Rechnungswesen für „progressiv“ oder „sehr progressiv“ halten. Das sind deutlich mehr als in der Vorgängerstudie von Ende 2017. Dort hatten sich nur 21% der Befragten so geäußert. Demgegenüber bezeichnen 26% ihren Technologieeinsatz als „konservativ“. Dementsprechend planen Unternehmen mittlerweile viel häufiger, neue Technologien in ihrem Finanz- und Rechnungswesen einzusetzen. Dabei nannten sie als konkrete Anwendungen vor allem die Belegerkennung (83% gegenüber 22% Ende 2017), den direkten Datenaustausch bzw. die direkte Datenverarbeitung (74% statt 20%) sowie den Zahlungsverkehr (70% gegenüber 19%).

  

Dipl.-Kfm. Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern, Coesfeld

  

 

BC 10/2019