E-DRS 34 zu assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss veröffentlicht

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat im Februar 2018 den Standardentwurf E-DRS 34 zur Behandlung von assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss nach HGB veröffentlicht.  |  mehr...


E-DRS 35 zur anteilmäßigen Konsolidierung im Konzernabschluss veröffentlicht

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat im Februar 2018 den Standardentwurf E-DRS 35 zur anteilmäßigen Konsolidierung im Konzernabschluss nach HGB veröffentlicht.  |  mehr...


Arbeitshilfe zur Aufteilung eines Gesamtkaufpreises für ein bebautes Grundstück (Kaufpreisaufteilung)

Arbeitshilfe und Anleitung mit Stand vom März 2018 – BMF-Mitteilung vom 28.3.2018

 

Bei der Anschaffung eines bebauten Grundstücks ist die Aufteilung des Gesamtkaufpreises (einschließlich der Nebenkosten) auf den Grund und Boden und die Gebäude anhand der durch ein Gutachten im Sachwertverfahren ermittelten (nicht marktangepassten) Verkehrswerte vorzunehmen.  |  mehr...


Ordnungsmäßige Buchführung und elektronische Aufzeichnungen bei Einnahmen-Überschussrechnung

FG München, Urteil vom 18.1.2018, 10 K 3036/16, und FG Hamburg, Beschluss vom 16.1.2018, 2 V 304/17

 

Die Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) soll die buchhalterischen Bürden für kleinere Gewerbetreibende und Selbstständige verringern. Umstritten ist mitunter jedoch, wie viel Vereinfachung mittels EÜR erreichbar ist.  |  mehr...


Anforderungen an Unterlagen zur Dokumentation eines PC-Kassensystems

BFH-Beschluss vom 23.2.2018, X B 65/17

 

Nicht fortlaufend nummerierte Kassenberichte erfordern den Nachweis, dass Organisationsunterlagen zur Kassenprogrammierung vollständig und manipulationsfrei gespeichert werden. Ein solcher Nachweis darf auch auf Datenträgern gespeichert werden. Stützt das Finanzgericht (FG) die von ihm angenommene Schätzungsbefugnis auf einen formellen Mangel der Buchführung oder der Aufzeichnungen, muss es Feststellungen dazu treffen, welches Gewicht dieser Mangel hat.  |  mehr...


Zweifelsfragen zur § 6b-Rücklage: Reinvestitionen im EU/EWR-Ausland

BMF-Schreiben vom 7.3.2018, IV C 6 – S 2139/17/10001 :001; DOK 2018/0024866

 

Mithilfe der sog. § 6b-Rücklage kann die steuerpflichtige Aufdeckung stiller Reserven bei Veräußerung bestimmter Wirtschaftsgüter (insbesondere Grund und Boden, Gebäude) verhindert werden. Die stillen Reserven werden hierbei auf andere neu angeschaffte Ersatzwirtschaftsgüter übertragen. Was ist dabei für Reinvestitionen im EU/EWR-Ausland nach § 6b Abs. 2a EStG vorgesehen?  |  mehr...


Erwerb eigener Anteile – Bildung einer Rücklage – Steuerliche Auswirkungen auf der Ebene des Gesellschafters (Rechtslage nach BilMoG)

BFH-Urteil vom 6.12.2017, IX R 7/17

 

1. Auf der Ebene des veräußernden Gesellschafters stellt der entgeltliche Erwerb eigener Anteile durch die GmbH ein Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 17 Abs. 1 EStG dar.

2. Die rein gesellschaftsintern wirkende Umgliederung einer freien Gewinnrücklage in eine zweckgebundene Rücklage führt nicht zu nachträglichen Anschaffungskosten auf den Geschäftsanteil des veräußernden Gesellschafters.

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Keine Rückstellung für sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeit – Anwendung der aktuellen Pauschalwerttabelle zur Bemessung von Jubiläumsrückstellungen

BFH-Urteil vom 27.9.2017, I R 53/15

 

1. Arbeitgeber dürfen hinsichtlich laufender Altersteilzeitarbeitsverträge keine Rückstellungen für den sog. Nachteilsausgleich gemäß § 5 Abs. 7 TV ATZ bilden.

2. Ein Arbeitgeber, der Jubiläumsrückstellungen in seiner Bilanz zum 31.12.2005 anhand der Pauschalwerttabelle des BMF-Schreibens vom 12.4.1999 (BStBl. I 1999, 434) bemessen hatte, darf später im Rahmen einer noch „offenen“ Veranlagung für das Jahr 2005 zur Anwendung der im BMF-Schreiben vom 8.12.2008 (BStBl. I 2008, 1013) veröffentlichten Pauschalwerttabelle übergehen.

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Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit – auch die Passiva II sind in der Liquiditätsbilanz zu berücksichtigen

BGH-Urteil vom 19.12.2017, II ZR 88/16

 

 

Während Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzgrund darstellt, müssen Gläubiger eine vorübergehende Zahlungsstockung hinnehmen. Um festzustellen, ob eine Zahlungsunfähigkeit oder eine vorübergehende Zahlungsstockung vorliegt, wird häufig eine sog. Liquiditätsbilanz aufgestellt. Dabei war bis jetzt umstritten, welche Verbindlichkeiten in der Aufstellung zu berücksichtigen sind. Hier hat der BGH nun Klarheit geschaffen.   |  mehr...


Ablösung von Gesellschafterdarlehen oder -sicherheiten durch Gesellschaftereinlagen als nachträgliche Anschaffungskosten

OFD Frankfurt/M., Verfügung vom 6.12.2017, S 2244 A-61-St 215

 

1. Grundsätze

Der Ausfall von Darlehen, die der Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft gewährt hat, führt in Höhe des Nennwerts zu (nachträglichen) Anschaffungskosten der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft, wenn es sich um ein Finanzplandarlehen, krisenbestimmtes Darlehen oder Krisendarlehen handelt. Hingegen führt der Ausfall eines in der Krise stehen gelassenen Darlehens nur in Höhe des Teilwerts im Zeitpunkt des Eintritts der Krise zu Anschaffungskosten. Dieser Wert liegt wegen der Krise der Kapitalgesellschaft regelmäßig bei 0 €.

Einlagen eines Gesellschafters in die Kapitalgesellschaft führen immer zu Anschaffungskosten der Beteiligung.  |  mehr...


Ordnungsmäßigkeit der Buchführung: Einzelaufzeichnungen meist, aber nicht immer erforderlich

FG Köln, Urteil vom 9.5.2017, 5 K 727/15 (rkr.)

 

Eine nicht ordnungsgemäße Buchführung berechtigt zur Hinzuschätzung. Das gilt auch für Steuerpflichtige, die eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG durchführen (= Einnahmen-Überschussrechnung) und gegen den Grundsatz verstoßen, alle Geschäftsvorfälle einzeln aufzuzeichnen.  |  mehr...


Bildung einer Ansparabschreibung: Anwendung des Abzugsverbots nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 7 EStG

BFH-Urteil vom 10.10.2017, X R 33/16

 

Mithilfe einer Ansparabschreibung konnten kleinere und mittlere Betriebe das Abschreibungspotenzial eines künftigen Wirtschaftsguts vorverlagern und die so gewonnene Liquidität zum Erwerb oder zur Herstellung dieses Wirtschaftsguts nutzen. Doch sind hier Grenzen gesetzt, die auch bei der aktuellen Fassung des § 7g EStG gelten.  |  mehr...


Keine Pflicht zur Vergabe lückenlos fortlaufender Rechnungsnummern bei Einnahmen-Überschussrechnung

FG Köln, Urteil vom 7.12.2017, 15 K 1122/16 (Revision zugelassen)

 

Laut Umsatzsteuergesetz müssen Rechnungsnummern fortlaufend vergeben werden, um eine lückenlose Aufzeichnung der Umsätze zu gewährleisten. Doch gilt diese Verpflichtung auch für die Ermittlung der Einkommensteuer bei Anwendung der Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR)? Das Finanzgericht (FG) Köln hat da so seine Zweifel.  |  mehr...


Steuerliche Pensionsrückstellungen: Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des 6%igen Rechnungszinsfußes

FG Köln, Beschluss vom 12.10.2017, 10 K 977/17

 

 



Pensionsrückstellungen sind in Handels- und Steuerbilanz unterschiedlich zu bewerten. Durch das „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ vom 16.3.2016, welches bei der Ermittlung des handelsrechtlichen Abzinsungszinssatzes (seit 2016) auf den Zehn-Jahres-Durchschnittswert abstellt, wird diese Differenz zwischen handels- und steuerbilanziellem Ansatz noch verstärkt. Das FG Köln hat Zweifel, dass die steuerliche Bewertung noch verfassungskonform ist.  |  mehr...