EU-weiter Fitness-Check zur Rechnungslegung: Ergebnisdiskussion beginnt

 

Den derzeit laufenden sog. Fitness-Check der EU-Kommission hat das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) am 12.11.2018 in einem aktuellen Positionspapier kommentiert. Zwar wird begrüßt, dass die EU-Kommission den Rechtsrahmen für die Rechnungslegung hinterfragt, das IDW äußert jedoch in Einzelbereichen recht massive Kritik.  |  mehr...


Basiszins nach IDW S 1 zum 1.11.2018 wieder auf 1,25% gestiegen

 



Erstmals seit Anfang 2017 betrug der für Zwecke der Unternehmensbewertung nach IDW S 1 zu ermittelnde Basiszinssatz im Vormonat gerundet wieder 1,00%. Zum 1.11.2018 war hingegen wieder eine steigende Tendenz zu beobachten, sodass der Basiszinssatz gerundet nun wieder bei 1,25% liegt. Es bleibt abzuwarten, ob es sich nur um einen kurzfristigen Anstieg handelt oder ob das Vormonatstief nachhaltig durchbrochen wird.  |  mehr...


Berücksichtigung des Verschuldungsgrads bei der Unternehmensbewertung

 

Bei der Bewertung von hoch verschuldeten Unternehmen stellt sich regelmäßig die Frage nach der konkreten Umsetzung der Anforderungen des IDW S 1 i.d.F. 2008. Das IDW hat mit Stand vom 12.9.2018 einen Praxishinweis zu diesem Thema veröffentlicht („IDW Praxishinweis: Berücksichtigung des Verschuldungsgrads bei der Bewertung von Unternehmen (IDW Praxishinweis 2/2018)“).  |  mehr...


Neufassung des IDW Standards: Anforderungen an Sanierungskonzepte (IDW S 6)

 

Im Zuge vermehrter Insolvenz- und Restrukturierungsfälle in den vergangenen Jahren hat der Fachausschuss Sanierung und Insolvenz (FAS) des IDW eine Neufassung des „IDW Standard: Anforderungen an Sanierungskonzepte (IDW S 6)“ veröffentlicht. Nachdem der IDW S 6 i.d.F. vom 20.8.2012 häufig als zu umfangreich, zu komplex und zugleich zu lückenhaft galt, wurde in der Neufassung vom 16.5.2018 auf die Konkretisierung der Anforderungen für weniger komplexe Unternehmen geachtet. Zudem veröffentlichte das IDW einen Fragen- und Antworten-Katalog zum IDW S 6.  |  mehr...


Vererbung eines vom Arbeitnehmer nicht genommenen bezahlten Jahresurlaubs

EuGH-Urteile vom 6.11.2018, C-569/16 und C-570/16

 

Leider kommt es immer wieder vor, dass Mitarbeiter aufgrund von Krankheit oder Unfall sterben. Neben der Betroffenheit standen Unternehmen vor der Problematik, wie mit Ansprüchen aus bis zum Todeszeitpunkt noch nicht genommenem Jahresurlaub zu verfahren ist. Hier hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun Klarheit geschaffen.  |  mehr...


Entschädigung für die Aufhebung eines unbefristeten Vertriebsvertrags aktivierungspflichtig?

BFH-Urteil vom 6.9.2018, IV R 26/16 (NV)

 

Eine Entschädigung für die vorzeitige Auflösung eines unbefristeten Vertriebsvertrags ist mangels Erwerbs eines immateriellen Wirtschaftsguts nicht zu aktivieren.

Für die Entschädigung ist auch kein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden.  |  mehr...


Rückstellungen für den sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeitvereinbarungen



BMF-Schreiben vom 22.10.2018, IV C 6 – S 2175/07/10002; DOK 2018/0835766

 

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 27.9.2017, I R 53/15, entschieden, dass für den sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeitregelungen nach § 5 Abs. 7 des Tarifvertrags zur Regelung der Altersteilzeitarbeit (TV ATZ) mangels wirtschaftlicher Verursachung keine Rückstellungen passiviert werden dürfen. Nach Ansicht des BFH ist der tatsächliche Eintritt der Rentenkürzung wesentliche Tatbestandsvoraussetzung für die Entstehung des Abfindungsanspruchs.

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Bitcoin & Co. – Bilanzielle Abbildung von Kryptowährungen nach HGB

 

Bitcoins und andere Kryptowährungen erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit und Bekanntheit. Zunehmend gewinnen sie als Zahlungsmittel bzw. Tauschwährung im betrieblichen Alltag an Bedeutung. Damit verbunden stellt sich die Frage, was Bitcoins aus Sicht der Bilanz eigentlich darstellen, wie sie auszuweisen und zu bewerten sind. Insbesondere die starken Kursschwankungen müssen hierbei zutreffend berücksichtigt werden, um kein falsches Bild der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens zu zeichnen.  |  mehr...


Bewertung von Pensionsrückstellungen – Übergang auf die „Heubeck-Richttafeln 2018 G“

BMF-Schreiben vom 19.10.2018, IV C 6 – S 2176/07/10004 :001

 

Bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen kommen häufig die „Heubeck-Richttafeln“ zum Einsatz, bislang in der Version „2005 G“. Diese wird nun durch die Version „2018 G“ abgelöst. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat sich zum Übergang auf die neuen Richttafeln 2018 G geäußert.  |  mehr...


Ehrenpreis 2019 der BVBC-Stiftung

Fortentwicklungen im Controlling und Reporting

 

Die Jury für die Ehrenpreis-Verleihungen der BVBC-Stiftung hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, Herrn Prof. Dr. Carl-Christian Freidank (Universität Hamburg) als Festschrift-Träger des Buches „Rechnungslegung, Steuern, Corporate Governance, Wirtschaftsprüfung und Controlling“, 1. Aufl. 2018, zum Ehrenpreisträger 2019 zu wählen. Die offizielle Verleihung wird im Rahmen des BVBC-Bundeskongresses 2019 vorgenommen werden, der vom 9.5. bis 11.5.2019 in Fulda stattfinden wird.  |  mehr...


GoBD – Geplante Anpassungen an die technischen Entwicklungen

BMF-Entwurf zur Neufassung der GoBD vom Oktober 2018, IV A 4 – S 0316/13/10003-13

 

Gegenüber dem BMF-Schreiben vom 14.11.2014 (IV A 4 – S 0316/13/10003) sind folgende Präzisierungen/Aktualisierungen bei den GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) vorgesehen:  |  mehr...


Neuer Prüfungsstandard zum Prüfungsbericht

 

Bereits im September 2017 hat das IDW den neu gefassten Standard IDW PS 450 n.F. verabschiedet, der die Vorgaben zur Erstellung des Prüfungsberichts enthält und an die neuen Anforderungen auf EU-Ebene angepasst worden ist. Ein den Bestätigungsvermerk ergänzender Prüfungsbericht war bislang innerhalb der EU nur in Deutschland verpflichtend zu erstellen (§ 321 HGB). Die Regelungen gelten vollumfänglich für Prüfungen, die das kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr 2018 betreffen.

Neben den für alle gesetzlichen Abschlussprüfungen relevanten Vorschriften gibt es darüber hinaus auch besondere Anforderungen im Zusammenhang mit der Prüfung von Unternehmen von öffentlichem Interesse (PIE – Public Interest Entities).   |  mehr...


Korrigierte HEUBECK-Richttafeln 2018 G: Ergebnisbelastung fällt geringer aus als zuvor erwartet

 

Im Juli 2018 hatte die HEUBECK AG ihre aktuellen Richttafeln (RT 2018 G) veröffentlicht. Nachdem zwischenzeitlich Inkonsistenzen (Widersprüchlichkeiten) in Bezug auf die verwendeten Datengrundlagen festgestellt wurden, hat die HEUBECK AG am 5.10.2018 nun die korrigierten Richttafeln 2018 G bekannt gemacht. Die bislang erwarteten Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen fallen etwas geringer aus als zunächst erwartet.  |  mehr...


Neue Prüfungsstandards zum Bestätigungsvermerk

 

Ende 2017 hat das IDW mit der neuen sog. IDW PS 400-er-Reihe mehrere Standards zum Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers in ihrer endgültigen Fassung verabschiedet. Der „Rahmenstandard“ IDW PS 400 gilt dabei für alle gesetzlichen Abschlussprüfungen. Die Neuerungen gelten vollumfänglich für das kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr 2018. Darüber hinaus gibt es u.a. spezielle Regelungen, welche nur im Zusammenhang mit der Prüfung von PIE (Public Interest Entities – Unternehmen von öffentlichem Interesse) Relevanz entfalten.  |  mehr...


Geringere Ergebnisbelastung im Jahresabschluss 2018 aufgrund der neuen Sterbetafeln zu erwarten

Mitteilung der HEUBECK AG vom 26.9.2018 zur nochmaligen Überarbeitung der Richttafeln

 

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CSR-Berichterstattung: Best Practices aus der Erstanwendung

 

Die Umsetzung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR = Corporate Social Responsibility) ist in der Praxis angekommen: Wie konkret die Geschäftsberichte für das Geschäftsjahr 2017 ausgefallen sind, lässt sich aus den am 26.9.2018 in Frankfurt/M. vorgestellten Studienergebnissen einer DAX-160-Auswertung über nichtfinanzielle Berichterstattungen ablesen.  |  mehr...


Buchung von EC-Karten-Umsätzen in der Kassenführung

BMF-Schreiben vom 29.6.2018, IV A 4 – S 0316/13/10003-09

 

In diversen Schreiben an die obersten Finanzbehörden der Länder wurde die Erfassung von bargeldlosen Girocard- bzw. Kreditkartenumsätzen angesprochen und darauf hingewiesen, dass bei Berücksichtigung der Rechtsauffassung der Finanzverwaltung zu EC-Karten-Umsätzen für die Steuerpflichtigen Zusatzerfassungen durchzuführen wären.  |  mehr...


Nachweis eines niedrigeren Grundstückswerts aufgrund des Wertansatzes in der Bilanz?

BFH-Urteil vom 25.4.2018, II R 47/15

 

1. Für den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts eines zum Vermögen einer Gesellschaft gehörenden Grundstücks reicht der Wertansatz des Grundstücks in der Bilanz der Gesellschaft nicht aus.

2. Der Nachweis eines niedrigeren Grundstückswerts kann regelmäßig auch nicht durch Ableitung aus dem Kaufpreis für einen Gesellschaftsanteil geführt werden.  |  mehr...


Hallenboden als Betriebsvorrichtung

FG Düsseldorf, Urteil vom 29.8.2018, 7 K 641/18 GE (Revision zugelassen)

 

„Der Boden entkompliziert, so wie er das Wasser reinigt.“ Hätte Robert Musil sich eingehender mit dem deutschen Steuerrecht befasst, so hätte er die Verwendung des Wortes „entkompliziert“ wohl noch einmal überdacht. Ob ein Hallenboden als Gebäudeteil oder als Betriebsvorrichtung anzusehen ist, hängt nämlich von den Umständen des Einzelfalls ab, wie ein Urteil des FG Düsseldorf zeigt.  |  mehr...


Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens bei Betriebsaufgabe

BFH-Urteil vom 25.4.2018, VI R 51/16

 

Im Rahmen einer Betriebsaufgabe wird neben der Schlussbilanz noch die sog. Aufgabebilanz erstellt. Während der laufende Gewinn in der Schlussbilanz der normalen Besteuerung unterworfen wird, ist der in der Aufgabebilanz ermittelte Aufgabegewinn steuerbegünstigt. Es stellt sich die Frage, ob ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten (pRAP) in der Aufgabe- oder in der Schlussbilanz aufzulösen ist.  |  mehr...


Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung im Fokus der Finanzverwaltung

OFD Karlsruhe, Verfügung vom 26.7.2018, S 0315-St 42

 

Die Erfüllung der Aufbewahrungspflichten hinsichtlich digitaler Unterlagen ist häufig mit Fehlerquellen verbunden, die es zu vermeiden gilt; ein neues Merkblatt der Finanzverwaltung soll helfen, den Überblick zu bewahren.  |  mehr...


Teilwertzuschreibung bei Fremdwährungsverbindlichkeiten in Schweizer Franken

FG Düsseldorf, Urteil vom 23.7.2018, 6 K 884/15 K,G,F (Revision zugelassen)

 

Am 6.9.2011 intervenierte die Schweizerische Nationalbank überraschend an den Währungsmärkten und legte einen Mindestwechselkurs von 1,20 CHF pro Euro fest. Umstritten ist, ob sich hierdurch bei Fremdwährungsverbindlichkeiten in Schweizer Franken die Annahme einer voraussichtlich dauerhaften Teilwerterhöhung rechtfertigen lässt.

Während das FG Baden-Württemberg dies im Jahr 2017 bejaht hat, kommt das FG Düsseldorf in seinem Urteil zu einem anderen Schluss.  |  mehr...


Nachträgliche Anschaffungskosten durch Beseitigung von Nutzungseinschränkungen

BFH-Urteil vom 7.6.2018, IV R 37/15

 

– Hat ein Steuerpflichtiger zunächst ein mit einem dinglichen Recht belastetes Grundstück erworben und löst er dieses später ab, um das Grundstück zu nicht mehr durch das Recht belasteten Zwecken nutzen zu können, sind die Aufwendungen zur Beseitigung der dinglichen Belastung nachträgliche Anschaffungskosten auf den Grund und Boden.

– Es spielt für das Vorliegen von Anschaffungskosten grundsätzlich keine Rolle, ob die beseitigten Einschränkungen in der Nutzbarkeit des Grundstücks öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Art sind.  |  mehr...


IDW-Empfehlungen zur Marktrisikoprämie weiterhin aktuell



 

Der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW hat seine Empfehlungen zum Ansatz der Marktrisikoprämie zur Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes bei Unternehmensbewertungen aufgrund der besonderen Situation an den Kapitalmärkten (anhaltendes Niedrigzinsniveau) im Oktober 2012 angepasst. Diese Anpassung liegt mittlerweile über fünf Jahre zurück, ist aber dennoch weiterhin aktuell.

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§ 6b-Rücklage (Reinvestitionsrücklage): Übertragung stiller Reserven bei der Veräußerung bestimmter Anlagegüter

Finanzbehörde Hamburg, Verfügung vom 20.6.2018, O 1000-2018/001-52

 

Zweifelsfragen im Zusammenhang mit § 6b Abs. 2a EStG – BMF-Schreiben vom 7.3.2018, IV C 6 – S 2139/17/10001 :001; DOK 2018/0024866, BStBl. I 2018, 309  |  mehr...


IDW Positionspapier: Zukunft der Berichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen

 

Am 21.6.2018 hat das IDW ein Positionspapier zur Weiterentwicklung des externen Reportings kapitalmarktorientierter Unternehmen veröffentlicht. Inhalt des Positionspapiers ist eine Stellungnahme zu den Trends in der Rechnungslegung und zu der Kritik durch die Rechnungslegungsadressaten an der ständig zunehmenden Komplexität der Finanzberichterstattung.  |  mehr...


Steuerbilanzieller Ausweis von Genussrechtskapital

FinMin Nordrhein-Westfalen, Erlass vom 18.7.2018, S 2133-000036-V B 1/S 2741-91-V B 4

 

Die Vertreter der obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben hinsichtlich der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital bei Genussrechten folgende Beschlüsse gefasst:

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Ergebnisbelastung: Pensionsrückstellung – Steigende Lebenserwartung in aktuellen Richttafeln

Neue biometrische Richttafeln

 

Am 20.7.2018 hat die HEUBECK AG ihre aktuellen Richttafeln (RT 2018 G) veröffentlicht. Auf Basis der neuen Richttafeln ist ein Anstieg der Pensionsrückstellungen in den Bilanzen zu erwarten. Grund hierfür ist insbesondere die – gegenüber den zuletzt vor 13 Jahren aktualisierten Richttafeln aus dem Jahr 2005 – weiter gestiegene durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland.

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Bilanzierung von Provisionsvorauszahlungen und damit im Zusammenhang stehender Aufwendungen

BFH-Urteil vom 26.4.2018, III R 5/16

 

 

1. Solange der Provisionsanspruch des Handelsvertreters noch unter der aufschiebenden Bedingung der Ausführung des Geschäfts steht, ist er nicht zu aktivieren. Provisionsvorschüsse sind beim Empfänger als „erhaltene Anzahlungen“ zu passivieren.

2. Aufwendungen, die im wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Provisionsvorschüssen stehen, sind nicht als „unfertige Leistung“ zu aktivieren, wenn kein Wirtschaftsgut entstanden ist.  |  mehr...


Neuerungen in der elektronischen Finanzberichterstattung

 

Zur Steigerung der Vergleichbarkeit und Transparenz hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) einen Vorschlag zur Einführung eines EU-einheitlichen digitalen Berichtsformats vorgelegt. Ab Januar 2020 müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen ihre Jahresfinanzberichte in einem einheitlichen elektronischen Berichtsformat, dem European Single Electronic-Format (ESEF), veröffentlichen.  |  mehr...


Keine Fortgeltung der eigenkapitalersatzrechtbasierten Regelungen nach MoMiG

FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18.4.2018, 3 K 3138/15 (Revision zugelassen)

 

Über die Jahre hatte sich durch die Rechtsprechung ein gefestigtes Werk von Regelungen zum Thema „Eigenkapitalersatz bei GmbHs“ entwickelt. Mit Einführung des „Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen“ (MoMiG), welches am 1.11.2008 in Kraft getreten ist, hat sich das Eigenkapitalersatzrecht grundlegend geändert.  |  mehr...


Publizitätspflicht für Unternehmen – Aktuelle Statistiken zum Ordnungsgeld

 

Eine Nichtbeachtung der gesetzlichen Offenlegungspflichten kann schnell zu hohen und sich wiederholenden Ordnungsgeldern führen. Mit Schreiben vom 11.5.2018 veröffentlichte die Bundesregierung aktuelle Statistiken in Bezug auf die eingeleiteten Ordnungsgeldverfahren sowie die festgesetzten Ordnungsgelder (BT-Drs. 19/2094).  |  mehr...


Buchhalterische Behandlung als Anhaltspunkt bei fehlender schriftlicher Vereinbarung

BFH-Urteil vom 26.4.2018, XI B 117/17

 

Verträge können u.a. durch konkludente (schlüssige) Handlungen zustande kommen. Dabei kann auch der buchhalterischen Behandlung eines Sachverhalts eine Indizwirkung (Hinweischarakter) zukommen, wie der BFH festgestellt hat.  |  mehr...


Gebäude-AfA: Wechsel von der degressiven AfA zur AfA nach der tatsächlichen Nutzungsdauer

BFH-Urteil vom 29.5.2018, IX R 33/16

 

In der Vergangenheit hatte der BFH bereits entschieden, dass ein Wechsel von der degressiven zur linearen AfA bei Gebäuden nicht möglich ist. Offen war bislang die Frage, ob denn ein Wechsel von der degressiven AfA zur AfA nach der tatsächlichen Nutzungsdauer zulässig sei. Dies hat der BFH nun abschließend beantwortet.  |  mehr...


Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei unvermutet angefallenen Kosten zur Wiederherstellung des zeitgemäßen Zustands

BFH-Urteil vom 13.3.2018, IX R 41/17

 

Übersteigen die Aufwendungen für Renovierungsmaßnahmen innerhalb der ersten drei Jahre einen Betrag von 15% der ursprünglichen Anschaffungskosten, so gelten sie als „anschaffungsnahe Herstellungskosten“ und sind nicht sofort steuerlich abziehbar. Doch gilt dies auch für unvermutete Aufwendungen, die aufgrund eines durch Todesfall bedingten Mieterwechsels entstehen?  |  mehr...


Publizitätspflicht für Unternehmen – Aktuelle Statistiken zur Offenlegung

 

 

Bereits seit 2016 sind durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderte und zugleich strengere Offenlegungsvorschriften zu beachten. Mit Schreiben vom 11.5.2018 veröffentlichte die Bundesregierung aktuelle Zahlen und Statistiken in Bezug auf die Offenlegung (BT Drs. 19/2094).  |  mehr...


Bewertungsfragen bei Restrukturierungsrückstellungen

FG Baden-Württemberg, Urteil vom 12.9.2017, 6 K 1472/16 (Revision zugelassen)

 

Kommt es im Rahmen einer Restrukturierung zu Entlassungen, werden in der Regel Abfindungszahlungen an die ausscheidenden Arbeitnehmer geleistet. Strittig ist, ob für diesen Aufwand eine Rückstellung gebildet werden kann. Schließlich profitiert der Arbeitgeber durch die Entlassungen in Form von niedrigeren Personalkosten.  |  mehr...


Neuer IDW Prüfungsstandard PS 860 für IT- und Prozessaudit

 

Der neu veröffentlichte Prüfungsstandard 860 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 860) zur IT-Prüfung außerhalb der Abschlussprüfung richtet sich an Unternehmen, die die Ordnungsmäßigkeit, die Sicherheit, das Risikomanagement sowie die Compliance (Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften) ihrer IT-Systeme und Prozesse auch außerhalb der Abschlussprüfung sicherstellen wollen.  |  mehr...


Umwelt- oder Umtauschprämie für Dieselautos

FinMin Sachsen-Anhalt, Verfügung vom 19.4.2018, 46-S 2171a-14

 

Autohersteller bieten ihren Kunden derzeit die Möglichkeit, beim Kauf eines neuen Fahrzeugs ihr altes Diesel-Fahrzeug abzugeben und im Gegenzug dafür eine Umwelt- oder Umtauschprämie zu erhalten. Diese Umwelt- oder Umtauschprämie stellt eine Anschaffungspreisminderung im Sinne von § 255 Abs. 1 Satz 3 HGB dar.  |  mehr...


E-Bilanz Taxonomie 6.2: Pflichtanwendung ab 2019

BMF-Schreiben vom 6.6.2018, IV C 6 – S 2133-b/18/10001; DOK 2018/0449558

 

Das Bundesfinanzministerium hat die überarbeitete Taxonomie-Version 6.2 (vom 1.4.2018) veröffentlicht. Diese Taxonomien sind grundsätzlich verpflichtend für die Übermittlung aller E-Bilanzen der Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2018 beginnen, zu verwenden.  |  mehr...


Buchführung und Kassenbuch: Aufzeichnungsvorschriften

BMF-Schreiben vom 19.6.2018, IV A 4 – S 0316/13/10005 :053; DOK 2018/0427877

 

Durch das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ vom 22.12.2016 ist § 146 Abs. 1 AO neu gefasst worden. Das Bundesfinanzministerium hat nun reagiert und die Regelungen zu § 146 AO im Anwendungserlass zur Abgabenordnung neu gefasst.  |  mehr...


Leitfaden für die Qualität im Intellectual-Property (IP)-Management

 

Der DIN-Normenausschuss hat im Mai 2018 – mit Kommentierungsfrist bis Anfang August 2018 – einen Leitfaden für die Qualität im Intellectual-Property-Management zur Diskussion gestellt (zu Deutsch: Management des geistigen Eigentums). Der vorliegende Leitfaden ist ein Norm-Entwurf zu einer geplanten eigenständigen DIN 77006. Es werden der Qualitätsbegriff im IP-Management und die Prozesse im IP-Management aufgegriffen und erläutert.  |  mehr...


Basiszins nach IDW S 1 zum 1.6.2018 unverändert bei 1,25% – bei fallender Tendenz

 

 

Unverändert zu den Vormonaten beträgt der für Zwecke der Unternehmensbewertung nach IDW S 1 zu ermittelnde Basiszinssatz weiterhin gerundet 1,25%. Analog der Entwicklung des Vormonats verzeichnet der Basiszinssatz im Monat Mai 2018 eine leicht fallende Tendenz. Auch ungerundet nähert sich der Zinssatz somit 1,25% an und scheint damit auch für die kommenden Monate konstant zu sein.  |  mehr...


Kassen-Nachschau: Anwendungserlass zu § 146b AO

BMF-Schreiben vom 29.5.2018, IV A 4 – S 0316/13/10005 :054; DOK 2018/0427337

 



Durch das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ (22.12.2016, BGBl. I 2016, 3152) wurde das Instrumentarium der „Kassen-Nachschau“ eingeführt. Dabei handelt es sich um eine unangekündigte Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen und der ordnungsgemäßen Übernahme der Kassenaufzeichnungen in die Buchführung.  |  mehr...


E-DRS 34 zu assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss veröffentlicht

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat im Februar 2018 den Standardentwurf E-DRS 34 zur Behandlung von assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss nach HGB veröffentlicht.  |  mehr...


E-DRS 35 zur anteilmäßigen Konsolidierung im Konzernabschluss veröffentlicht

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat im Februar 2018 den Standardentwurf E-DRS 35 zur anteilmäßigen Konsolidierung im Konzernabschluss nach HGB veröffentlicht.  |  mehr...


Arbeitshilfe zur Aufteilung eines Gesamtkaufpreises für ein bebautes Grundstück (Kaufpreisaufteilung)

Arbeitshilfe und Anleitung mit Stand vom März 2018 – BMF-Mitteilung vom 28.3.2018

 

Bei der Anschaffung eines bebauten Grundstücks ist die Aufteilung des Gesamtkaufpreises (einschließlich der Nebenkosten) auf den Grund und Boden und die Gebäude anhand der durch ein Gutachten im Sachwertverfahren ermittelten (nicht marktangepassten) Verkehrswerte vorzunehmen.  |  mehr...


Ordnungsmäßige Buchführung und elektronische Aufzeichnungen bei Einnahmen-Überschussrechnung

FG München, Urteil vom 18.1.2018, 10 K 3036/16, und FG Hamburg, Beschluss vom 16.1.2018, 2 V 304/17

 

Die Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR) soll die buchhalterischen Bürden für kleinere Gewerbetreibende und Selbstständige verringern. Umstritten ist mitunter jedoch, wie viel Vereinfachung mittels EÜR erreichbar ist.  |  mehr...


Anforderungen an Unterlagen zur Dokumentation eines PC-Kassensystems

BFH-Beschluss vom 23.2.2018, X B 65/17

 

Nicht fortlaufend nummerierte Kassenberichte erfordern den Nachweis, dass Organisationsunterlagen zur Kassenprogrammierung vollständig und manipulationsfrei gespeichert werden. Ein solcher Nachweis darf auch auf Datenträgern gespeichert werden. Stützt das Finanzgericht (FG) die von ihm angenommene Schätzungsbefugnis auf einen formellen Mangel der Buchführung oder der Aufzeichnungen, muss es Feststellungen dazu treffen, welches Gewicht dieser Mangel hat.  |  mehr...


Zweifelsfragen zur § 6b-Rücklage: Reinvestitionen im EU/EWR-Ausland

BMF-Schreiben vom 7.3.2018, IV C 6 – S 2139/17/10001 :001; DOK 2018/0024866

 

Mithilfe der sog. § 6b-Rücklage kann die steuerpflichtige Aufdeckung stiller Reserven bei Veräußerung bestimmter Wirtschaftsgüter (insbesondere Grund und Boden, Gebäude) verhindert werden. Die stillen Reserven werden hierbei auf andere neu angeschaffte Ersatzwirtschaftsgüter übertragen. Was ist dabei für Reinvestitionen im EU/EWR-Ausland nach § 6b Abs. 2a EStG vorgesehen?  |  mehr...


Erwerb eigener Anteile – Bildung einer Rücklage – Steuerliche Auswirkungen auf der Ebene des Gesellschafters (Rechtslage nach BilMoG)

BFH-Urteil vom 6.12.2017, IX R 7/17

 

1. Auf der Ebene des veräußernden Gesellschafters stellt der entgeltliche Erwerb eigener Anteile durch die GmbH ein Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 17 Abs. 1 EStG dar.

2. Die rein gesellschaftsintern wirkende Umgliederung einer freien Gewinnrücklage in eine zweckgebundene Rücklage führt nicht zu nachträglichen Anschaffungskosten auf den Geschäftsanteil des veräußernden Gesellschafters.

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Keine Rückstellung für sog. Nachteilsausgleich bei Altersteilzeit – Anwendung der aktuellen Pauschalwerttabelle zur Bemessung von Jubiläumsrückstellungen

BFH-Urteil vom 27.9.2017, I R 53/15

 

1. Arbeitgeber dürfen hinsichtlich laufender Altersteilzeitarbeitsverträge keine Rückstellungen für den sog. Nachteilsausgleich gemäß § 5 Abs. 7 TV ATZ bilden.

2. Ein Arbeitgeber, der Jubiläumsrückstellungen in seiner Bilanz zum 31.12.2005 anhand der Pauschalwerttabelle des BMF-Schreibens vom 12.4.1999 (BStBl. I 1999, 434) bemessen hatte, darf später im Rahmen einer noch „offenen“ Veranlagung für das Jahr 2005 zur Anwendung der im BMF-Schreiben vom 8.12.2008 (BStBl. I 2008, 1013) veröffentlichten Pauschalwerttabelle übergehen.

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Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit – auch die Passiva II sind in der Liquiditätsbilanz zu berücksichtigen

BGH-Urteil vom 19.12.2017, II ZR 88/16

 

 

Während Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzgrund darstellt, müssen Gläubiger eine vorübergehende Zahlungsstockung hinnehmen. Um festzustellen, ob eine Zahlungsunfähigkeit oder eine vorübergehende Zahlungsstockung vorliegt, wird häufig eine sog. Liquiditätsbilanz aufgestellt. Dabei war bis jetzt umstritten, welche Verbindlichkeiten in der Aufstellung zu berücksichtigen sind. Hier hat der BGH nun Klarheit geschaffen.   |  mehr...


Ablösung von Gesellschafterdarlehen oder -sicherheiten durch Gesellschaftereinlagen als nachträgliche Anschaffungskosten

OFD Frankfurt/M., Verfügung vom 6.12.2017, S 2244 A-61-St 215

 

1. Grundsätze

Der Ausfall von Darlehen, die der Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft gewährt hat, führt in Höhe des Nennwerts zu (nachträglichen) Anschaffungskosten der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft, wenn es sich um ein Finanzplandarlehen, krisenbestimmtes Darlehen oder Krisendarlehen handelt. Hingegen führt der Ausfall eines in der Krise stehen gelassenen Darlehens nur in Höhe des Teilwerts im Zeitpunkt des Eintritts der Krise zu Anschaffungskosten. Dieser Wert liegt wegen der Krise der Kapitalgesellschaft regelmäßig bei 0 €.

Einlagen eines Gesellschafters in die Kapitalgesellschaft führen immer zu Anschaffungskosten der Beteiligung.  |  mehr...


Ordnungsmäßigkeit der Buchführung: Einzelaufzeichnungen meist, aber nicht immer erforderlich

FG Köln, Urteil vom 9.5.2017, 5 K 727/15 (rkr.)

 

Eine nicht ordnungsgemäße Buchführung berechtigt zur Hinzuschätzung. Das gilt auch für Steuerpflichtige, die eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG durchführen (= Einnahmen-Überschussrechnung) und gegen den Grundsatz verstoßen, alle Geschäftsvorfälle einzeln aufzuzeichnen.  |  mehr...


Bildung einer Ansparabschreibung: Anwendung des Abzugsverbots nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 7 EStG

BFH-Urteil vom 10.10.2017, X R 33/16

 

Mithilfe einer Ansparabschreibung konnten kleinere und mittlere Betriebe das Abschreibungspotenzial eines künftigen Wirtschaftsguts vorverlagern und die so gewonnene Liquidität zum Erwerb oder zur Herstellung dieses Wirtschaftsguts nutzen. Doch sind hier Grenzen gesetzt, die auch bei der aktuellen Fassung des § 7g EStG gelten.  |  mehr...


Keine Pflicht zur Vergabe lückenlos fortlaufender Rechnungsnummern bei Einnahmen-Überschussrechnung

FG Köln, Urteil vom 7.12.2017, 15 K 1122/16 (Revision zugelassen)

 

Laut Umsatzsteuergesetz müssen Rechnungsnummern fortlaufend vergeben werden, um eine lückenlose Aufzeichnung der Umsätze zu gewährleisten. Doch gilt diese Verpflichtung auch für die Ermittlung der Einkommensteuer bei Anwendung der Einnahmen-Überschussrechnung (EÜR)? Das Finanzgericht (FG) Köln hat da so seine Zweifel.  |  mehr...


Steuerliche Pensionsrückstellungen: Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des 6%igen Rechnungszinsfußes

FG Köln, Beschluss vom 12.10.2017, 10 K 977/17

 

 



Pensionsrückstellungen sind in Handels- und Steuerbilanz unterschiedlich zu bewerten. Durch das „Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ vom 16.3.2016, welches bei der Ermittlung des handelsrechtlichen Abzinsungszinssatzes (seit 2016) auf den Zehn-Jahres-Durchschnittswert abstellt, wird diese Differenz zwischen handels- und steuerbilanziellem Ansatz noch verstärkt. Das FG Köln hat Zweifel, dass die steuerliche Bewertung noch verfassungskonform ist.  |  mehr...