Aufbewahrung von Kleinbetragsrechnungen


BMF-Schreiben vom 28.3.2006, IV A 5 – S 7295 – 2/06

Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird mitgeteilt, dass beabsichtigt ist, im Rahmen der anstehenden Überarbeitung der Umsatzsteuer-Richtlinien (UStR) Abschn. 190b UStR um eine dem BMF-Schreiben vom 9.1.1996 (IV A 8 – S 0310 – 5/95, BStBl. I 1996, 34) entsprechende Regelung zu ergänzen. Allerdings besteht zwischen den obersten Finanzbehörden des Bundes und der Länder Einvernehmen darüber, dass sich diese beabsichtigte umsatzsteuerrechtliche Regelung nur auf Rechnungen i. S. des § 33 UStDV beziehen kann. Soweit die Grenze des § 33 UStDV überschritten ist, bleibt der leistende Unternehmer zur Aufbewahrung des Doppels der erteilten Rechnung verpflichtet (§ 14b Abs. 1 Satz 1 UStG).

 

Praxis-Info!

Das BMF-Schreiben bezieht sich auf den Einsatz elektronischer Registrierkassensysteme. Auf die Aufbewahrung von Kassenstreifen kann demnach insbesondere dann verzichtet werden, wenn

  • es sich lediglich um Kleinbetragsrechnungen handelt, deren Gesamtbetrag 100 € nicht übersteigt (§ 33 UStDV),
  • die zur Kasse gehörenden Organisationsunterlagen (z.B. Programmieranleitung, Protokolle für die Einrichtung von Verkäufer-, Kellner- und Trainingsspeichern) aufbewahrt werden,
  • der Tagesendsummenbonus mit Ausdruck des Nullstellenzählers, der Stornobuchungen, Retouren, Zahlungswege (bar, Scheck) usw. aufbewahrt wird (Sicherstellung der Vollständigkeit der Tagesendsummenbons durch organisatorische oder programmierte Kontrollen).

[Anm. d. Red.]

BC 7/2006