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NZFam - Neue Zeitschrift für Familienrecht

Editorial 11/2026

Jammern gilt nicht – Wo bleibt der Mut zur Begeisterung?

 

Deutschland hängt durch, die Stimmung ist im Keller. Überall dominieren negative Schlagzeilen. Kein Wunder, dass viele enttäuscht sind und den Fokus verlieren. Doch ich weigere mich, diesem Trend zu folgen. Es ist Zeit für eine Gegenrede!

Während viele meckern – wobei es den meisten „Jammerern“ verdammt gut geht – , sollten wir den Blick auf das Positive richten: Der Aufbau von Bahn, Brücken und Infrastruktur läuft. Digitalisierung und KI nehmen endlich Fahrt auf, und auch die großen Reformen bei Rente und Gesundheit werden angepackt. Ja, das ist ein zäher Prozess, aber kein Grund, unser Land in den Niedergang zu reden oder uns in die Arme von vermeintlichen „Alternativen“ zu flüchten.

Ich wünsche mir mehr Zuversicht in den Medien und mehr Eigenverantwortung von uns allen. Statt immer nur nach dem Staat zu rufen, sollten wir selbst die Ärmel hochkrempeln. Wie wäre es, Politik mal konstruktiv zu begleiten, statt sie nur als unzureichend abzustempeln?

Ein Blick ins Familienrecht zeigt, dass sich etwas bewegt: Die elektronische Aufenthaltsüberwachung (eAÜ) steht kurz vor der Verkündung. Das Gesetz zur Modernisierung des Kindschaftsrechts (KiMoG) ist auf dem Weg, und wichtige Entscheidungen zur Zwangsbehandlung sowie zum Unterhaltsrecht stehen bevor.

Mein Appell: Mehr Begeisterung für unseren Rechtsstaat, unsere Demokratie und unsere Kraft zur Erneuerung! 

Ihre
Ruth Schröder

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