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Wegen Einstufung als Verdachtsfall: AfD zieht vor BVerfG

Redaktion beck-aktuell (dpa)
Im Rechts­streit mit dem Ver­fas­sungs­schutz über die Ein­stu­fung als so­ge­nann­ter Ver­dachts­fall wen­det die AfD sich nach ei­ge­nen An­ga­ben jetzt an das BVerfG. Es sei eine um­fang­reich be­grün­de­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­ge­reicht wor­den, teil­ten die Par­tei­chefs Alice Wei­del und Tino Chrupal­la mit.

Hintergrund ist ein seit mehr als drei Jahren laufendes Verfahren, das schon durch mehrere Instanzen ging. Es handelt sich hierbei nicht um das ebenfalls von der AfD angestrengte Verfahren gegen die im Mai erfolgte - und zunächst für die Zeit einer gerichtlichen Klärung wieder auf Eis gelegte - Höherstufung der Partei als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" durch den Verfassungsschutz.

Die AfD steht beim Inlandsgeheimdienst schon länger unter Beobachtung wegen des Verdachts auf verfassungsfeindliche Bestrebungen und ist als Verdachtsfall eingestuft. Dagegen hatte sie geklagt. Das OVG Münster hatte im vergangenen Jahr zugunsten des Nachrichtendienstes entschieden. Er darf die Partei demnach zu Recht als extremistischen Verdachtsfall einstufen und kann sie entsprechend mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachten.

Eine Revision hatte das OVG nicht zugelassen. Dagegen hatte die AfD beim BVerwG in Leipzig Beschwerde eingelegt. Diese wurde vor wenigen Wochen vom Gericht zurückgewiesen. Mit der Beschwerde in Karlsruhe geht die AfD nun den nächsten Schritt.

Man werde alle in einem Rechtsstaat zur Verfügung stehenden Mittel ausnutzen, um sich und die Mitglieder "vor diesen haltlosen staatlichen Beschimpfungen des Verfassungsschutzes zu beschützen", teilten Weidel und Chrupalla mit.

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