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Heft 7/8-2022

Vertrauen verlangt Verantwortung

Christoph M. Schmidt

Besteuerung der digitalen Wirtschaft

Stefan Greil und Jan Winterhalter

Der Artikel untersucht aktuelle Reformüberlegungen seitens OECD, G20 und EU sowie Vorschläge aus der Wissenschaft zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft. Er analysiert die Herausforderungen, die sich aus einem Zusammenspiel von veränderten Geschäftsmodellen und Wertschöpfungsketten sowie dem Einsatz neuer Technologien und immaterieller Werte für die Zuordnung von Besteuerungsrechten und die Bestimmung von Verrechnungspreisen ergeben. Schließlich setzt er sich kritisch mit dem Konzept der globalen Konzernbesteuerung auseinander.

Job-Crafting

Danina Mainka und Stefan Süß

Aufgrund von mitarbeiterseitigen Wünschen nach mehr Individualisierung setzt sich Job-Crafting als Bottom-Up-Ansatz zur Gestaltung von Arbeit in Unternehmen zunehmend durch. Mitarbeiter können dadurch ihre Arbeitsbedingungen bedarfsgerecht modifizieren. Dieser Beitrag stellt das Konzept Job-Crafting vor und erläutert auf Grundlage empirischer Befunde seinen Ursprung, seine Formen sowie seine Einflussfaktoren und Auswirkungen.

Vorzeitige Ausübung amerikanischer Call-Optionen bei negativem Zinssatz

Jochen Schneider und Nils Helms

Obwohl negative Zinssätze an den Kapitalmärkten ein seit Jahren zu beobachtendes Phänomen sind, wurden die Auswirkungen negativer Zinsen auf die Bewertung von Aktienoptionen bisher nur in geringem Umfang untersucht. Im Beitrag wird gezeigt, dass bei negativen risikolosen Zinssätzen die Grundannahme der Äquivalenz zwischen amerikanischen und europäischen Kaufoptionen nicht mehr allgemeingültig ist. Die Erkenntnisse werden anhand eines Beispiels veranschaulicht. Weiterhin ergeben sich Implikationen für den praktischen Handel mit Optionen.

Rüstungsausgaben: Messung, Vergleichbarkeit und Höhe

Richard Reichel

Die Frage nach einer zuverlässigen Messung von Ausgaben für Rüstung und Verteidigung ist seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine schlagartig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. In Deutschland wurde die Diskussion um die angemessene Höhe der Verteidigungsausgaben bisher vor dem Hintergrund des Zwei-Prozent-Ziels der NATO geführt, dessen Sinn und Berechtigung vielfach angezweifelt wurde. Der vorliegende Beitrag klärt Fragen der Messung von Rüstungsausgaben und zeigt, welche Konzepte angewendet werden sollten. Auch wird eine Abschätzung der notwendigen Höhe der Verteidigungsausgaben angesichts sich abzeichnender Bedrohungen vorgenommen. 

Zur Diskussion über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank 1999-2020

Hubert Schnabel

Die Eurozone leidet seit Jahren unter einer Wachstumsschwäche, einer ho­hen Verschuldung und einer fragilen Lage der Finanzinstitutionen. Letztere beeinflusst ganz Europa. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist im Spannungsfeld heterogener politischer Interessen in die Kritik geraten. Ihre politische Unabhängigkeit wird in Zweifel gezogen. Geldpolitik hat wesentliche Einflüsse auf die Makroökonomie, aber warum genau, ist eine immer noch sehr umstrittene Fragestellung. Etliche Versuche, zu stabilen Wachstumsraten von Einkommen und Beschäftigung zurückzukehren, sind fehlgeschlagen. Der vorliegende Beitrag analysiert die Geldpolitik der Eu­ropäischen Zentralbank und diskutiert diese vor dem Hintergrund tiefgrei­fender Meinungsunterschiede.

Die aktuelle Grafik: Anlagerisiken im Deutschen Aktienindex

Benjamin R. Auer

Informationen zum historischen Anlagerisiko von Wertpapieren stellen eine wichtige Grundlage für Investitionsentscheidungen von institutionellen und privaten Kapital­markt­teilnehmern dar. Die aktuelle Grafik dokumentiert die Gesamtschwankungs­intensität, die extremsten Verluste und die Marktsensitivitäten ausgewählter Aktien aus dem Deutschen Aktienindex. Sie identifiziert die sichersten und die riskantesten Investmentalternativen unter den bekanntesten deutschen Aktiengesellschaften mit langer Unternehmens- und Erfolgshistorie.

Standpunkte: Die großartige Zukunft des Automobils

David Stadelmann

Manche halten den Automobilverkehr nicht für zukunftsfähig. Mitunter denken sie, der Klimawandel würde einen schnellen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr notwendig machen. So wird derzeit von Teilen der politischen Entscheidungsträger in Deutschland das „9-Euro-Ticket“ als systematische Autoalternative propagiert, das für drei Monate einen nachhaltigen Umstieg auf den ÖPNV attraktiv machen solle.

Gesetze, Effekte, Theoreme: Welthandel 2022: Neuer Dämpfer durch Ukraine-Krise, keine hohen Erwartungen an MC12

Wolfgang Häuser

Nachdem die Weltwirtschaft in den letzten beiden Jahren durch die globale Covid-Pandemie gravierende Wachstumseinbußen zu verkraften hatte, zeichnet sich für 2022 nach der sachten Normalisierung an der Pandemie-Front nun ein neuer Dämpfer durch den Ukraine-Krieg ab. Zunehmende internationale Konfrontationen gefährden aber auch die unerlässliche länderübergreifende Zusammenarbeit bei anderen zentralen Herausforderungen – wie den erhofften Fortschritten bei den internationalen WTO-Handelsgesprächen. Hierbei sollte die lange geplante 12. Ministerkonferenz einen Durchbruch bei vielen strittigen Themenkomplexen bringen.

Das aktuelle Stichwort: ESG-Kriterien

Ralf T. Kreutzer

Immer häufiger wird in den meinungsbildenden Medien über die ESG-Kriterien berichtet. Diese Kriterien werden häufig im Kontext von Finanzanlagen genannt – aber zunehmend auch als Maßstab für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung im 21. Jahrhundert. In diesem Beitrag werden die ESG-Kriterien erläutert. Es wird auch aufgezeigt, welche Relevanz diese Kriterien für Unternehmen bzw. für unternehmerisches Handeln aufweisen.

Informationen für Studium und Beruf: Die Mobilitätsprämie i.S.d. §§ 101 ff. EStG

Carmen Bachmann und Christopher Seifert

Mit dem Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht soll umweltfreundliches Verhalten steuerlich gefördert werden. Außerdem sollen diejenigen entlastet werden, die besonders von staatlichen Maßnahmen zur CO2-Reduktion betroffen sind. So soll etwa die neu eingeführte Mobilitätsprämie ein Ausgleich für steigende Kraftstoffpreise sein. Der Beitrag stellt die grundlegenden Regelungen der Mobilitätsprämie dar und analysiert, ob auch Studierende davon profitieren können.

WiSt-Fallstudie: Fallstudie zur Anwendug von Wertschöpfungsrechnungen im Nachhaltigkeitsmanagement (Teil 1: Aufgaben)

Stefan Dierkes, Benedikt Rohde und David Siepelmeyer

Während vergangenheitsbezogene Wertschöpfungsrechnungen in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung mittlerweile einen festen Bestandteil darstellen, werden diese im Nachhaltigkeitsmanagement bislang kaum eingesetzt. In dieser Fallstudie wird gezeigt, wie zukunftsorientierte Wertschöpfungsrechnungen auf der Basis von Erträgen und Aufwendungen sowie Zahlungen zu erstellen sind und bei der Strategieentscheidung mit der Analyse der Entstehung und Verteilung der Wertschöpfung angewendet werden können.

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WiSt 07-2022 Titel


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