Heft 12-2025
Die Gefahren des Kampfes gegen den Emissionshandel
Jan Schnellenbach
KI als zentrales Handlungsfeld der digitalen Transformation
Teil 2: Einsatz von KI im Bereich Forschung und Entwicklung
Ralf T. Kreutzer
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein zentrales Feld der digitalen Transformation und wird in deutschen Unternehmen zunehmend auch in Forschung & Entwicklung (F&E) sowie im internen Wissensmanagement eingesetzt. KI beschleunigt Innovationsprozesse, optimiert Materialforschung und Produktentwicklung, hilft Wissen zu sichern und fördert den Wissenstransfer. Herausforderungen sind Datenqualität, Fachkräftemangel und regulatorische Vorgaben. KI gilt als wichtiger Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft.
Nachhaltige Produktgestaltung
Martina Corsten und Hans Corsten
Ausgehend von einer kurzen Skizze des Begriffes der Nachhaltigkeit wird die Produktgestaltung und das sog. Kreislaufprinzip dargestellt. Ziel ist dabei die Entwicklung ressourcenschonender und recyclingfähiger Produkte. Vor diesem Hintergrund werden dann unterschiedliche Konzepte nachhaltiger Produktgestaltung thematisiert. Mit dem Cradle-to-Cradle-Ansatz wird das Kreislaufdenken, das ein zentrales Element des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist, erweitert und aufgezeigt, wie Abfall zu einem Produktionsfaktor werden kann.
Wachstumseffekte öffentlicher Investitionen
Orientierung zur Auswahl von Investitionsprojekten aus gesamtwirtschaftlicher Sicht
Matthias Mand und Kai Hofmann
Die jüngsten Grundgesetzänderungen könnten die Neuverschuldung in Deutschland um mehr als 100 Mrd. Euro pro Jahr erhöhen. Für die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen ist es wichtig, dass die avisierten öffentlichen Investitionen tatsächlich das Wirtschaftswachstum spürbar stärken und die belastenden Effekte höherer Schuldenstände abmildern. Für welche Zwecke sollten diese Investitionsmittel eingesetzt werden, um große Wachstumseffekte zu erzielen? Zur Beantwortung werden Erkenntnisse der Wachstumstheorie und empirische Ergebnisse zusammengefasst. Schließlich werden konkrete Empfehlungen zur Auswahl von Investitionsprojekten gegeben.
Nachhaltige Aktienselektion
Benjamin R. Auer
Aktuelle Forschung beschäftigt sich intensiv damit, ob Nachhaltigkeitsratings bei Investitionsentscheidungen einen finanziellen Mehrwert gegenüber etablierten Aktienauswahlkriterien bieten. Der vorliegende Beitrag skizziert die wichtigsten quantitativen Methoden, die bei der Beantwortung dieser Frage zum Einsatz kommen, und illustriert ihre Softwareimplementierung anhand eines Beispieldatensatzes für nachhaltige Investments im schwedischen Aktienmarkt.
Die aktuelle Grafik: Wie gut ist das deutsche Steuersystem?
Standpunkte: Wachstum durch Innovationen und kreative Zerstörung
Zum Nobelpreis von Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt
Klaus Gründler
Der Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften 2025 wurde an Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt verliehen. Ausgezeichnet werden die Forscher für ihre wegweisenden Beiträge zum Verständnis innovationsgetriebenen Wachstums. Die erste Hälfte des Preises erhält Joel Mokyr für seine Arbeiten zur Identifizierung der Voraussetzungen nachhaltigen Wachstums durch Innovationen. Die zweite Hälfte teilen sich Philippe Aghion und Peter Howitt für ihre Theorie des nachhaltigen Wachstums durch kreative Zerstörung. Dieser Artikel stellt die zentralen Beiträge der Preisträger im Einzelnen vor.
Gesetze, Effekte, Theoreme: Diffusionsbedingungen revolutionär neuer Geschäftstechniken – Ein innovativer Dreiklang
Klaus Brockhoff
Wesentliche oder revolutionäre Geschäftsinnovationen kommen zwar selten vor, haben aber bei ihrer Verbreitung erhebliche Bedeutung. Um diese zu erreichen, müssen drei Elemente zeitgleich zusammenpassen. Das sind eine theoretische Basis, eine Methode oder Software für den Anwendungsprozess und eine Hardware. Die beiden letzten Elemente müssen eine wirtschaftlich tragfähige Anwendung ermöglichen. Am historischen Beispiel der Verbreitung des Zinseszinses kann man sich das verdeutlichen.
Das aktuelle Stichwort: StaRUG (Unternehmensstabilisierungs- und
-restrukturierungsgesetz)
Anforderungen und Implikationen für das Risikomanagement
Werner Gleißner
Mit dem 2021 in Kraft getretenen StaRUG (2021) ergeben sich durch § 1 erweiterte Anforderungen an die Krisenfrüherkennung und damit auch an das Risikomanagement. Diese betreffen alle haftungsbeschränkten Unternehmensträger, speziell alle Kapitalgesellschaften. Im Beitrag werden diese Anforderungen aus StaRUG erläutert und die Implikationen für das Risikomanagement skizziert.
Das aktuelle Stichwort: Stimmt so! Relevanz und Einflussfaktoren von Trinkgeld
Sascha Hoffmann und Frederic Hilkenmeier
Der Artikel beleuchtet Trinkgeld als wichtigen Bestandteil des Einkommens in zahlreichen Dienstleistungsberufen. Er untersucht Einflussfaktoren, wie soziale Normen und Reziprozität, sowie psychologische Mechanismen zur Beeinflussung der Trinkgeldhöhe. Zudem werden aktuelle Trends, wie der Einfluss digitaler Zahlungssysteme, auf das Trinkgeldverhalten analysiert.
Informationen für Studium und Beruf: Sprach- und Kulturkenntnis als Schlüssel zum Weltmarkt
„Interkulturelle Kommunikation und Management“ an der Universität Trier
Xenia Matschke, Henrieke Stahl, Bernhard Swoboda und Matthias Fechner
Der seit 2023 existierende Bachelor-Studiengang Interkulturelle Kommunikation und Management an der Universität Trier verbindet Wirtschaftswissenschaften, interkulturelle Kommunikation und Sprachexpertise jenseits von Englisch und bietet damit exzellente Berufsperspektiven in der globalisierten Wirtschaft. Im vorliegenden Beitrag wird der Studiengang vorgestellt.
WiSt-Fallstudie: Effiziente Wege zu einem klimaneutralen Individualverkehr: E-Auto vs. E-Fuels
Achim Lerch
Der Verkehrssektor gilt nach wie vor als Sorgenkind der deutschen Klimapolitik. Als Lösungsansätze werden v.a. die reine Elektromobilität auf der einen oder synthetische Kraftstoffe auf der anderen Seite diskutiert. Der vorliegende Beitrag vergleicht diese beiden Ansätze vor allem anhand ihrer jeweiligen Grenzvermeidungskosten. Dabei zeigt sich, dass erstens keine der Technologien eindeutig effizienter ist und dass zweitens die Einbeziehung des Verkehrsbereiches in den europäischen Emissionshandel weitere dirigistische Markteingriffe oder Technologieverbote überflüssig macht.