Logo

Menü

Heft 4-2026

Die Rente der Zukunft

Fabian Kindermann

Investitionen und die neuen Schuldenregeln

Hubertus Bardt und Tobias Hentze

Die jüngsten Grundgesetzänderungen markieren einen tiefen Einschnitt in der deutschen Finanzpolitik. Sie erweitern den Spielraum für die öffentliche Hand. Damit wird dem erheblichen Investitionsbedarf in Infrastruktur, Klimaschutz und Transformation Rechnung getragen. Gleichzeitig entstehen jedoch neue Risiken für die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen, die nur durch eine Kombination aus effizienzorientierter Mittelverwendung und strukturellen Reformen beherrschbar sind.

Innovationsprozesse neu gedacht: Der Einfluss von Künstlicher Intelligenz 

Angelina-Celine Horbach und Gordon Müller-Seitz

In der Innovationsmanagementforschung zeichnet sich ein steigendes Interesse an der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) ab. Durch die Fähigkeiten von KI zur Mustererkennung, Prognoseerstellung und Nachbildung kognitiver Prozesse hat sie das Potential, die Art und Weise, wie Unternehmen innovieren, zu verändern. Dies erfordert neue Perspektiven auf etablierte Innovationsprozesse. Insbesondere die Auswirkungen auf die Praktiken im Innovationsprozess sind dabei noch weitestgehend unerforscht und bilden das Erkenntnisinteresse dieses Beitrags.

Die Bewertung und Steuerung von Risiken

Ein Überblick über die Zusammenhänge von Risiken, Risikomanagement, Risikocontrolling und Risikomatrix

Frank Hustert und Robin Henß

Risiken können in unterschiedlichen Formen und Größenordnungen auftreten. Um diese Risiken zu bewerten und zu steuern, bedarf es in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen eines entsprechenden Risikomanagements. Einen wichtigen Bestandteil innerhalb des Risikomanagements stellt das Risikocontrolling dar. Als Instrument des Risikocontrollings kann die Risikomatrix Transparenz über die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe von Einzelrisiken erzeugen.

Die Evolution der europäischen Geldpolitik
1999 bis 2024 (Teil 1)

Stefan Schäfer

Der Maastrichter Vertrag konzipierte die Europäische Zentralbank (EZB) als „europäische Bundesbank“. Wie die deutsche Notenbank sollte sie unabhängig sein, die Preisniveaustabilität als primäres Ziel anstreben und sich jeglicher Form der monetären Staatsfinanzierung enthalten. Davon hat sich die EZB im ersten Vierteljahrhundert ihrer Existenz schrittweise verabschiedet. Seit 2012 sieht sie sich als „Lender of last resort“ für die Mitgliedstaaten und ist seit 2015 massiv am Staatsanleihemarkt tätig.

Die aktuelle Grafik: Iran-Krieg - Welche Auswirkungen haben die hohen Ölpreise auf die deutsche Wirtschaft?

Standpunkte: Pro und Contra Nachhaltigkeitsberichterstattung

Führt die Pflicht tatsächlich zu mehr Nachhaltigkeit?

Astrid Loßin, Julius Winterhalter, Merseburg, René Schubert und Chantal Holler

Ursprünglich war von der EU geplant, dass ab diesem Jahr unzählige große und mittelgroße Unternehmen verpflichtet werden, Nachhaltigkeitsberichte als Anhang zum Lagebericht zu erstellen. Im Frühjahr 2025 wurde diese Regelung jedoch um zwei Jahre verschoben. Mit der Entscheidung zum Omnibus-Verfahren im Dezember 2025 sollen nun weniger Unternehmen berichtspflichtig sein, und der Umfang der Berichte wird eingeschränkt. Schützt dieser Kurswechsel die Unternehmen vor einem Bürokratiemonster oder werden dadurch Chancen auf mehr Nachhaltigkeit im ökonomischen Handeln vergeben?

Gesetze, Effekte, Theoreme: Das Unternehmertheorem Cassons – Koordination knapper Ressourcen

Daniel Gerbaulet und Christian Toll

Mark Cassons Unternehmerbild ist aufgrund der Einbeziehung von Informationsasymmetrien und Transaktionskosten der neoinstitutionalistischen Theorie zuzurechnen. Gemäß seinem Verständnis nutzt der Unternehmer den infolge eines Informationsvorsprungs subjektiv empfundenen Wissensvorteil dazu, knappe Ressourcen besser als die anderen Marktakteure zu koordinieren. Die effiziente Ressourcenverteilung hängt dabei im Wesentlichen von den zur Verfügung stehenden Informationen und deren geschickter Verwendung ab.

Das aktuelle Stichwort: Private Equity: Quo vadis?

Entwicklungspfade für die mittelfristige Marktentwicklung

Moritz Wehking und TimAlexander Herberger

Im Artikel werden mögliche Pfade der Marktentwicklung von Private Equity in Nordamerika und Europa beschrieben. In Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum, Zugang zu Eigenkapital und dem Zinsniveau werden drei Pfade identifiziert: ein Verharren auf geringem Aktivitätsniveau („continue-as-is“), ein kontinuierliches Wachstum („steady growth“) sowie eine von beschleunigtem Wachstum und niedrigen Zinsen getriebene Marktexpansion („back-to-boom“).

Das aktuelle Stichwort: Belem: Krise des Multilateralismus auch bei COP30

Wolfgang Häuser

Zehn Jahre nach dem rückwirkend als bahnbrechend gewürdigten Pariser UN-Klimagipfel mit der Verpflichtung auf das 1,5-Grad-Ziel zur Bekämpfung der Erderwärmung fand im November in Brasilien die COP30 statt. Es sei daran erinnert, dass es sich dabei um ein langfristig orientiertes internationales Umweltabkommen handelt. Der internationale Klimadialog ist jedoch ein sehr komplexer Prozess: Da gibt es einerseits partielle Fortschritte bei von der COP-Präsidentschaft gerade forcierten Teilbereichen. Andererseits sind auch diverse Rückschläge bzw. teilweise massive nationale und industrielle Widerstände zu verzeichnen, die sich gegen Maßnahmen zu Lasten eigener Geschäftsmodelle richten. Aus institutioneller Sicht seien beim Thema COP-Entscheidungsprozesse auch noch Lehren aus dem Bedeutungsverlust anderer internationaler Ordnungssysteme wie der WTO thematisiert.

Informationen für Studium und Beruf: Prompt-Design

Ralf T. Kreutzer

KI ist zur Schlüsseltechnologie geworden, die Unternehmen aller Größen Vorteile bringt: Sie automatisiert Routineaufgaben, analysiert große Datenmengen und unterstützt bei Entscheidungen – Fähigkeiten, die weit über menschliches Leistungsvermögen hinausgehen. Wer KI und vor allem das gezielte Prompt-Design beherrscht, kann Chatbots und andere KI-Tools optimal nutzen, Zeit sparen und bessere Ergebnisse erzielen. Die Fähigkeit, KI sinnvoll einzusetzen, wird so zur zentralen Zukunftskompetenz.

WiSt-Fallstudie: Crowdfunding als Mezzanine-Kapital im praktischen Einsatz zur Gestaltung der Finanzarchitektur

Teil 1: Aufgabenstellungen

Ralf Jürgen Ostendorf

Die Auswahl einer geeigneten Finanzarchitektur hat einen wesentlichen Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens. Ein hoher Eigenkapitalanteil wirkt Rating-verbessernd, sorgt für geringe (fixe) Zinsaufwendungen und erschwert gleichzeitig die Erzielung einer hohen Eigenkapitalrendite. Die vorliegende Fallstudie vergleicht die Auswirkungen einer Crowdfunding-Finanzierung mit anderen konventionellen Alternativen der Kapitalbeschaffung.

Das aktuelle Heft

WiSt 04-2026 Titel


Anzeigen

Werbebannerlink zur Bestellung im beck-shop

Share:

Menü