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Heft 11-2022

Klimaschutz lohnt sich

Achim Wambach

Nachhaltigkeit im Risikomanagement von Kreditinstituten aus bankaufsichtlicher Sicht

Joachim Weeber

Investitionen in Nachhaltigkeit kann für Banken auch ein Risikotreiber sein. Aus bankaufsichtlicher Sicht sind solche ESG-Risiken (Environmental, Social and Governance) zu beachten und in das Risikomanagement der Institute zu integrieren. Ausgehend von den Mindestanforderungen an das Risikomanagement dürften besonders Adressenausfall-, Marktpreis-, Reputation- und Liquiditätsrisiken im Mittelpunkt stehen. Aber auch Geschäftsmodelle müssen überprüft und ggf. angepasst werden. Durch Stresstests, den Informationen aus den regelmäßigen Aufsichtsgesprächen, Risikoberichten der Institute und den Erkenntnissen des bankaufsichtlichen Meldewesens können die Risiken für die Banken erfasst werden. 

Assessment Center neu gedacht

René K. Munser

Assessment Center finden in der Praxis eine breite Anwendung als Auswahlverfahren von Berufseinsteigern und Führungskräften. Doch die Durchführung ist nicht ohne Probleme. Zum einen gibt es Zweifel an der Prognosequalität, zum anderen ist die Akzeptanz bei den Auswahlkandidaten fraglich. Dies ist umso kritischer, als dass Auswahlverfahren eine wichtige Werbemaßnahme um qualifizierte Bewerber sind. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, wie Assessment Center durch die Kombination mit weiteren Bewertungsverfahren verbessert werden können.

Simulationsbasierte Unternehmensbewertung

Dietmar Ernst

Die simulationsbasierte Unternehmensbewertung ist eine Alternative zur CAPM-basierten Unternehmensbewertung. Sie bewertet ein Unternehmen aus Basis der im Unternehmen tatsächlich vorhandenen Risiken, ohne diese über Kapitalmarktdaten ableiten zu müssen. Die simulationsbasierte Unternehmensbewertung kann Marktunvollkommenheiten wie die Insolvenzwahrscheinlichkeit oder mangelnde Diversifikation berücksichtigen und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen (z.B. StaRUG) und Prüfungsstandards (z.B. IDW PS 340) an eine Unternehmensbewertung.

Pfadabhängigkeit auf dem Arbeitsmarkt?

Helmut Wienert

Die Wirtschaft entwickelt sich kleinräumlich recht unterschiedlich: In einigen Regionen ist die Wertschöpfung hoch und die Arbeitslosigkeit niedrig, in anderen ist es umgekehrt. Mit Hilfe der Regionalpolitik wird versucht, dem entgegenzusteuern. Fraglich ist allerdings, wie gut dies gelingt. Die Analyse der Entwicklung der Arbeitslosenquoten in 313 westdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten zwischen 2002 und 2019 zeigt, dass Benachteiligungen eine Tendenz zur Persistenz aufweisen.

Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität

Markus Thomas Münter

Unternehmen können wählen – Produktdifferenzierung oder Kostenführerschaft, aber nicht beides. Porter (1980 und 1985) hat die Mischung beider Strategien als ‚stuck-in-the-middle‘ und nicht erfolgversprechend bezeichnet. In empirischen Studien zeigt sich aber, dass hybride Strategien durchaus funktionieren können. Theoretisch lässt sich zeigen, dass Produktdifferenzierung und Kostenführerschaft strategisch äquivalent sind und Unternehmen auch mit einer hybriden Strategie hohe Profitabilität erreichen können.

Die aktuelle Grafik: Nachhaltiges Investieren

Benjamin R. Auer

Nachhaltige Geldanlagen, die bei der Auswahl von Wertpapieren einen starken Fokus auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung legen, sind derzeit besonders gefragt. Die aktuelle Grafik charakterisiert die Vermögensstände und die Renditen, die in jüngster Vergangenheit mit nachhaltiger Portfoliokonstruktion im amerikanischen Aktienmarkt erzielt werden konnten. Sie liefert damit einen Beitrag zur Beantwortung der noch offenen Frage, ob Investoren durch nachhaltiges Anlageverhalten geldwerte Vorteile erlangen können oder dadurch finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

Pro & Contra: Verbot von Verbrennermotoren?

Markus Lienkamp vs. Hans-Werner Sinn

Während Norwegen schon 2025 keine Verbrennerautos mehr neu zulassen will, hat sich die deutsche Ampelkoalition im Sommer darauf verständigt, ab 2035 nur noch solche Pkw zuzulassen, die mit synthetischen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, fahren. Hintergrund ist unter anderem die von der Europäischen Union anvisierte Klimaneutralität des Kontinents bis 2050. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen künftig nur noch klimaneutrale Fahrzeuge auf den Markt kommen. Doch hilft ein faktisches Verbrennerverbot überhaupt, dem Klima zu helfen? Während Markus Lienkamp die Elektromobilität als einzige Option zur Reduzierung von CO2 ansieht und das Verbot lieber früher als später einführen würde, bezweifelt Hans-Werner Sinn, dass durch die Verbannung dieser Motor-Art der Umwelt gedient ist, weil stattdessen andere Länder auf der Welt das Öl nachfragen würden.

Gesetze, Effekte, Theoreme: Inflation und Geldpolitik im Euroraum - eine kritische Analyse

Johann Walter

Die Ukrainekrise und coronabedingte Lieferkettenprobleme treiben derzeit die Rohstoff-, Material- und Lebensmittelpreise hoch. Auch die Inflationserwartungen steigen; es drohen Zweitrundeneffekte im Gefolge höherer Lohnforderungen und Lohnabschlüsse. Langfristig könnten in der Eurozone weitere Faktoren die Inflation treiben, z.B. angebotsseitig der Fachkräftemangel sowie globale Nahrungsmittelknappheiten und politikseitig die gewollten Effekte der Klimapolitik. Der Beitrag diskutiert vor diesem Hintergrund geldpolitische Implikationen.

Das aktuelle Stichwort: Intellectual Property Backed Securities (IPBS) - Verbriefung von geistigem Eigentum

Anja Rößger, Andreas Horsch und Silvia Rogler

Die Unternehmensfinanzierung tendiert zunehmend zu wertpapiergestützten Formen. Eine wichtige Ausprägung dieses (Verbriefungs-)Trends sind Wertpapiere, die durch bestimmte Vermögenswerte unterlegt sind. Seit den 1970er Jahren ist die Unterlegungen mit Finanzaktiva in Gestalt von (Buch-)Forderungen die Regel, mit Intangible Assets in Gestalt von geistigem Eigentum die Ausnahme. 25 Jahre nach den Bowie Bonds rücken diese Intellectual Property Backed Securities zuletzt wieder stärker in den Fokus. 

Informationen für Studium und Beruf: Das Business Model Canvas zur Entwicklung von Geschäftsmodellen

Marion Titgemeyer

Das Business Model Canvas erfreut sich in der Praxis großer Beliebtheit. Es unterstützt bei der Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen bei Neugründung, kann aber auch zur Evaluation bestehender Geschäftsmodelle eingesetzt werden. Durch das Business Model Canvas ist es möglich, die Schlüsselfaktoren eines Geschäftsmodells auf intuitive Weise strukturiert zu visualisieren. Der vorliegende Beitrag erläutert das Business Model Canvas und nimmt eine kritische Würdigung vor.

WiSt-Fallstudie: Berechnung des Working Capital im Zusammenhang mit der Analyse von Jahresabschlüssen: Kritische Reflexion, praktische Herausforderungen und Empfehlungen (Teil 1: Aufgabenstellungen)

Mario Situm

In der Literatur gibt es keine einheitliche Definition für den Begriff des Working Capital. Dies inkludiert auch verschiedene Auslegungen, was Umlaufvermögen und kurzfristige Verbindlichkeiten sind. Diese Aspekte sind aus praktischer Sicht problematisch, da sie eine zuverlässige Berechnung des Working Capital erschweren. Die vorliegende Fallstudie zeigt unterschiedliche Möglichkeiten, wie das Working Capital berechnet werden kann und wie die daraus gewonnenen Ergebnisse interpretiert werden können.

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