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Generation Risiko?

Ist die Jugend 2000 auch Generation Risiko genannt für Vorbeugung und Sicherheitskonzepte unerreichbar?

Dieser Frage stellten sich kürzlich rund 80 Experten aus der Jugend- und Präventionsarbeit auf einer Fachtagung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats und der gewerblichen Berufsgenossenschaften in Köln. Nach zwei Tagen intensiver Diskussionen wurde deutlich, dass die Jugend 2000 durchaus ein Bedürfnis nach Information und Anregungen im Bereich der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes, der Sucht oder Aidsprävention hat. Entscheidend für die Wirksamkeit unterschiedlicher Präventionskonzepte ist in erster Linie die Anspracheform.

Jugendliche sind darauf aus, Grenzen zu erfahren und gehen dafür Risiken ein. Das Erleben von Grenzbereichen spiegelt sich zum Beispiel beim Experimentieren mit Alkohol und Drogen wider, aber auch im Straßenverkehr oder in der Sexualität. Auf große Resonanz stieß bei den Experten daher der fachübergreifende Ansatz der Tagung. Sie wünschten sich eine stärkere gemeinsame Herangehensweise, um Jugendliche adäquat zu erreichen.

Einig waren sich die Experten auch darin, dass Jugendliche in erster Linie Handlungsoptionen erkennen möchten, um dann selbst zu entscheiden. Mit moralisch gefärbten Handlungseinschränkungen stoße man bei Jugendlichen meist auf Abwehr.

(Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V. - DVR -, Bonn)


NZV 2/2001

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