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Die neue HOAI 2009

Noch vor der Sommerpause hat der Bundesrat am 12. 6. 2009 der Neufassung der HOAI zugestimmt. Averhaus nimmt diese Noveüierung zum Anlass, die wesentlichen Änderungen und deren Auswirkungen in seinem Beitrag Die neue HOAI 2009 (S. 473) darzustellen.

Ziel des Gesetz­gebers war eine transparentere und vereinfachte Gestal­tung der HOAI. Ob dies gelungen ist, wird die Praxis zeigen. Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt weist Averhaus da­rauf hin, dass die veränderte Struktur der HOAI die Hand­habung des Gesetzes ganz erheblich erschwert und die Ab­klärung einer honorarrechtlichen Frage ein Nachschlagen in verschiedenen Teilen des Gesetzes, einschließlich der Anla­gen hierzu, erfordert. Auch von der Beschränkung des Gel­tungsbereichs der neuen HOAI auf Inländer erwartet der Autor Schwierigkeiten, bleibt doch unklar, wann ein Sitz im Inland vorliegt. Im Zusammenhang mit der Honorarermittlung gem. § 6 1 Nr. 1 HOAI befürchtet Averhauf dass auf Grund der Neuregelung Gerichte und Honorarsachverstän­dige in Zukunft in vermehrtem Maße mit Streitigkeiten über die „richtige" Höhe der Kostenberechnung rechnen müssen. Hinsichtlich der im frühen Stadium nunmehr zuläs­sigen Baukostenvereinbarung warnt Averhaus vor der da­mit verbundenen Möglichkeit eines Diktats zu hoher oder zu niedriger anrechenbarer Kosten durch den jeweils stär­keren Verhandlungspartner. Zu begrüßen seien jedoch die Vereinfachungen bei der Honorarermättlung beim Bauen im Bestand.


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