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Lachenmann, Datenübermittlung im Konzern

Matthias Lachenmann, Datenübermittlung im Konzern, Edewecht (OlWIR Verlag) 2016, ISBN 978-3-95599-033-6, € 49,80


MMR-Aktuell 2017, 385417     Das Werk „Datenübermittlung im Konzern“, das als Dissertation von Rechtsanwalt Matthias Lachenmann verfasst wurde, umfasst 354 Seiten und ist – herausgegeben von Univ.-Prof. Dr. Jürgen Taeger – im Oldenburger Verlag für Wirtschaft, Informatik und Recht (OlWIR) erschienen. Das Geleitwort von Prof. Dr. Gerhard Kongehl regt aktiv zum Blick über den Tellerrand an.

 

Das Buch ist aufgeteilt in vier Kapitel:

Das erste Kapitel behandelt die Darstellung der normativen Grundlagen der Datenverarbeitung im Konzern und zeigt systematisch auf, dass ein Konzernprivileg nicht existiert. Der Begriff der verantwortlichen Stelle wird u.a. diskutiert im Kontext von Social Media-Nutzung – insbesondere die Unternehmensnutzung einer „Facebook-Fanpage“.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Durchführung der Datenübermittlung im Konzern und weist neben der wissenschaftlichen Herleitung auch einen hohen Praxisbezug auf. Es wird auf Beispiele aus dem Unternehmensalltag eingegangen, z.B. Cloud-Computing, Fernwartung und Outsourcing von Abteilungen.

Das dritte Kapitel behandelt die künftige Aufstellung der Datenübermittlung im Konzern. Spannend sind hier die rechtliche Behandlung der Anforderungen an eine gemeinsam betriebene konzerninterne Datenbank sowie die rechtlichen Anforderungen an ein Company-to-Company-Agreement (CoC). Gleichzeitig werden die Anforderungen einer solchen Regelung übersichtlich dargestellt und es wird aufgezeigt, dass ein CoC keinen erforderlichen Erlaubnistatbestand ersetzen kann. In diesem Zusammenhang wird auf tarifliche und betriebsverfassungsrechtliche Regelungen (Kollektivvereinbarungen) verwiesen – auch wenn dieser Aspekt nicht ganz unstreitig ist. Behandelt wird auch die Nutzung fremder Infrastruktur und die Frage, inwieweit dieses als Auftragsdatenverhältnis zu werten ist.

Abgerundet wird alles durch das vierte Kapitel, das einen Überblick über die Thesen und die Ergebnisse gibt. Hier erhält der Leser eine übersichtliche Darstellung und einen guten Gesamtüberblick.

 

Der Autor schafft es, dem Leser – in angenehmer Sprache – eine Übersicht über die bestehende Rechtslage zu verschaffen mit gleichzeitigem Fernblick auf die neue Datenschutz-Grundverordnung. Er spricht konkrete Fallkonstellationen an und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Dieses Werk eignet sich für alle, die sich aktuell mit der Datenübermittlung im Konzern beschäftigen, um Problemquellen aufzuspüren sowie Ansätze für Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen.

  

Maria Dimartino ist selbstständige Rechtsanwältin mit Interessenschwerpunkten Individual- und Kollektivarbeitsrecht, Neue Medien und Beschäftigtendatenschutz.

 



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