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IASB veröffentlicht Ergänzungsstandard zu IAS 28

IRZ, Heft 11, November 2017, S. 446

Der IASB hat am 12. Oktober 2017 den Ergänzungsstandard „Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Änderungen an IAS 28)“ veröffentlicht. Darin wird klargestellt, dass ein Unternehmen IFRS 9 auf langfristige Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture anzuwenden hat, die Teil der Nettoinvestition in dieses assoziierte Unternehmen oder Joint Venture ausmachen, aber die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden.


Diesbezüglich hat der IASB an IAS 28 folgende klarstellenden Veränderungen vorgenommen:

 

 

Die Änderungen werden von einem erläuternden Beispiel begleitet und sind grundsätzlich rückwirkend anzuwenden. Übergangserleichterungen, ähnlich denen in IFRS 9, werden dabei für Unternehmen gewährt, welche die Änderungen erst nach einer Erstanwendung des IFRS 9 anwenden. Außerdem gibt es Erleichterungen in Bezug auf die Darstellung von früheren Perioden für Unternehmen, die die Ausnahme von der Anwendung von IFRS 9 nach IFRS 4 in Anspruch nehmen. Eine vollständige rückwirkende Anwendung ist gestattet, wenn dies ohne Verwendung späterer Erkenntnisse möglich ist.

Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist gestattet. Dies gibt Unternehmen die Möglichkeit, die Änderungen zeitgleich mit IFRS 9 zum 1. Januar 2018 anzuwenden, wenn sie dies wünschen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Anwendung in einem befreienden EU-Konzernabschluss erst nach der formellen Anerkennung durch die EU (Endorsement) möglich ist, die bislang noch nicht erfolgt ist.

 



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