OVG Berlin-Brandenburg

Bewerberin darf trotz Brustvergrößerung Polizistin werden


Das OVG Berlin-Brandenburg hat einer Klägerin Recht gegeben, die nach einer maßvollen Brustvergrößerung in den mittleren Dienst der Berliner Schutzpolizei aufgenommen werden wollte.


Zum Sachverhalt

Die Polizeibehörde lehnte die Bewerbung ab, weil sie befürchtet, die Bewerberin könnte entweder im Polizeieinsatz durch Gewalteinwirkungen, die zur Beschädigung der Brustimplantate führen, oder durch Materialermüdung ernsthafte Gesundheitsprobleme erleiden und deshalb vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit pensioniert werden.

Entscheidung des OVG

Das OVG hat das erstinstanzliche Urteil des VG Berlin bestätigt. Das OVG holte wissenschaftliche Gutachten eines Arztes und eines Werkstoffwissenschaftlers ein. Nach Auffassung des OVG sind nach den Gutachten die Befürchtungen der Polizeibehörde, bei den im Fall der Bewerberin verwendeten modernen Brustimplantaten, die nicht mehr die Nachteile früherer Produkte aufweisen, unberechtigt.

OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 28.3.2018 – 4 B 19.14


Pressemitteilung des OVG Berlin-Brandenburg Nr. 11 v. 28.3.2018