Unklarer Start für intelligente Stromzähler


Der Start für intelligente Stromzähler in deutschen Haushalten ist nach den Angaben der Bundesregierung (BT-Drs. 19/494) nach wie vor unklar. Noch lägen die technischen Möglichkeiten zum Einbau intelligenter Messsysteme nicht vor.

Die sog. intelligenten Messsysteme müssen umfangreiche Sicherheitsanforderungen nach den §§ 21 ff. MsbG erfüllen und diese auch nachweisen. Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) regelt den Rollout einerseits von modernen Messeinrichtungen (§ 29 Abs. 3 MsbG) und andererseits von intelligenten Messsystemen (§ 29 Abs. 1 und Abs. 2 MsbG). Intelligente Messsysteme haben „smart Metering-Funktionen“, die eine Vernetzung voraussetzen; sie kommunizieren nach außen. Der Ausbau einer modernen Messeinrichtung zu einem intelligenten Messsystem erfolgt mittels eines sog. Smart-Meter-Gateways als Kommunikationsplattform für das intelligente Energienetz.

 

Erst wenn drei voneinander unabhängige Unternehmen Systeme am Markt anbieten, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, könne das zuständige Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Freigabe erteilen. Hersteller und Messstellenbetreiber hätten insoweit den Rolloutbeginn selbst in der Hand. Starre Fristen gebe es dem Rechtsrahmen zufolge nicht.