Wolfgang Kuntz

BSI: Sicherheitslücken in Herzschrittmachern


Der Fall der Sicherheitslücken in Herzschrittmachern zeigt nach Ansicht des BSI-Präsidenten, wie weit die Vernetzung und Digitalisierung auch in intimste Bereiche des Lebens fortgeschritten ist und welche Risiken damit verbunden sind.

Ein Herzschrittmacher soll Leben retten, nicht gefährden. Im konkreten Fall mag ein Angriff nur sehr aufwändig durchzuführen sein, dennoch werde deutlich, dass die Digitalisierung nur erfolgreich sein kann, wenn gleichzeitig IT- und Cybersicherheit gewährleistet sind. Als nationale Cybersicherheits-Behörde habe das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die Digitalisierung sicher zu gestalten. Dazu gehöre auch, die Prinzipien des „Security by Default" und des „Security by Design" zu fordern und zu fördern, damit IT-Produkte zukünftig mit einem hinreichenden Maß an IT-Sicherheit auf den Markt kommen.

Wolfgang Kuntz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht in Saarbrücken.