Bedarf an Satellitenkommunikation


In der Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 18/12311) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke geht es um Fragen der Satellitenkommunikation. Sie erlaubt eine schnelle und großflächige Verteilung von Informationen und unterstützt die terrestrische Informationsübertragung in Krisensituationen, in infrastrukturell schwachen Gebieten oder bei einem Ausfall der bestehenden terrestrischen Kommunikationsnetze und -infrastrukturen.

Für den Bereich der Notfallkommunikation wird der Vorlage zufolge im Inland ein wachsender Bedarf an Satellitenkommunikation zur Umsetzung behördlicher Kommunikationsmindestbedarfe, z.B. bei Ausfall oder Angriffen auf eigene, mitgenutzte behördliche oder kommerzielle Kommunikationsnetze gesehen. Weitere Einsatzszenarien im Inland könnten Großanlagen in infrastrukturell unterversorgten Bereichen sein. Im Ausland dienten sie primär zur Anbindung von dortigen deutschen Außenstellen oder Einrichtungen an Kommunikationsnetze in Deutschland.

 

Die im Rahmen der geplanten Govsatcom-Initiative (Governmental Satellite Communications) der EU-Kommission angedachten Lösungswege reichten von der Bündelung der Nachfrage gegenüber privaten Satellitenanbietern über die Bündelung national vorhandener Kapazitäten bis zur Schaffung einer (EU-)eigenen Satelliteninfrastruktur.