Dr. Andreas Grünwald/Kathrin Hahne/Thorsten Ricke

BEGIX


Hinter BEGIX verbirgt sich ein neues Projekt der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel „Balanced E-Government“.

http://www.begix.de/

Die Aktivitäten erfolgen vor dem Hintergrund der Veränderungen durch das Internet in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Privatsphäre, aber auch im öffentlichen Sektor. E-Government und E-Democracy, d.h. die Nutzung digitaler neuer Medien u.a. für Öffentlichkeitsarbeit, Networking und Fundraising, werden zunehmend von zivilgesellschaftlichen Akteuren genutzt und fördern eine neue Kultur der demokratischen Teilhabe am politischen Prozess.

Die Bertelsmann Stiftung untersucht in dem Projekt BEGIX, inwieweit die Integration der Konzepte von E-Government und E-Democracy bereits vorangeschritten ist. Mit dem Begriff „Balanced E-Government“ beschreiben die Verantwortlichen das Ziel, neue Technologien nicht nur zur Steigerung der Effizienz und Erhöhung der Servicequalität zu nutzen, sondern die Chance wahrzunehmen, das Zusammenspiel zwischen Bürger und Staat im Dienste einer neuen Bürgergesellschaft zu verbessern. Auf den o.g. Internetseiten des Projekts ist eine Best-Practice-Studie „Balanced E-Government“ abrufbar, die die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit Booz, Allen & Hamilton durchgeführt hat.

Als sog. Online-Tool wird ein BEGIX-Kriterienkatalog zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe Nutzer und Akteure ihr eigenes E-Government-Angebot bewerten und sodann ggf. verbessern können. Ein weiterer Link auf der Seite führt zu internationalem Hintergrundmaterial zu E-Government und E-Democracy. Neben weiteren themenspezifischen Hinweisen auf Studien und Quellen ist auch ein Zehn-Punkte-Plan mit zentralen Handlungsempfehlungen abrufbar, wie das Konzept eines innovativen Balanced E-Government praktisch umgesetzt werden kann. Der interessierte Leser hat schließlich die Möglichkeit, den BEGIX-Infodienst zu den Themen E-Government und E-Democracy via E-Mail zu abonnieren. Auf der Homepage sind die Newsletter zudem archiviert.

Diese Meldung wurde der Rubrik «Aktuelle Links zum Multimediarecht» von Dr. Andreas Grünwald/Kathrin Hahne/Thorsten Ricke, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM), Öffentlich-rechtliche Abteilung, Münster, http://www.uni-muenster.de/Jura.tkr/ entnommen.


MMR 2003, Heft 2, XV