DPR-Prüfungsschwerpunkte 2014


IRZ, Heft 11, November 2013, S. 411

Am 15. Juli 2013 hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) die folgenden fünf Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2014 bekannt gegeben:

I. Goodwill Impairment-Test

  • Konsistenz und Verlässlichkeit der Cash Flow-Prognosen (externe Quellen, Lageberichterstattung, Planungstreue);
  • Ableitung der Wachstumsrate und des Abzinsungssatzes (Peer Group-Analyse, Herleitung des Betafaktors und des Verschuldungsgrads);
  • ausreichende Beschreibung der wesentlichen Bewertungsprämissen.

 

II. Unternehmenszusammenschlüsse

  • Fair Value-Ermittlung mit Bezug auf die Grundsätze von IFRS 13;
  • aussagefähige Anhangangaben zur Entstehung eines Goodwill oder eines negativen Unterschiedsbetrags sowie zu den finanziellen Auswirkungen eines Unternehmenszusammenschlusses.

 

III. Bilanzierung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

  • Transparenz und Stetigkeit bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes;
  • Beschreibung der Merkmale des Versorgungsplans und der damit verbundenen Risiken;
  • Darstellung und Sensitivitäten der versicherungsmathematischen Annahmen;
  • Ergänzung um eine dritte Bilanz bei wesentlichen Auswirkungen in Folge der Erstanwendung des IAS 19 (2011).

 

IV. Neue Standards zur Konsolidierung

  • Bei vorzeitiger Anwendung der Standards IFRS 10, 11, 12 im Jahr 2013:
    • Abgrenzung des Konsolidierungskreises gemäß IFRS 10;
    • Beurteilung von gemeinsamen Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeit versus Gemeinschaftsunternehmen) gemäß IFRS 11;
    • Anhangangaben gemäß IFRS 12.
  • Bei Erstanwendung der neuen Standards zur Konsolidierung im Jahr 2014:
    • Aussagefähige Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen gemäß IAS 8.30.

 

V. Konzernlagebericht, insbesondere neue Anforderungen durch DRS 20

  • Abgleich der Vorjahresprognose mit der tatsächlichen Entwicklung;
  • erhöhte Anforderungen an die Prognosegenauigkeit;
  • Darstellung der Risiken und des Risikomanagementsystems.