BC 2/1999: Titelthema: Führungs- und Arbeitsorganisation im Controlling


23. Jahrgang; Seiten 25-48; Februar 1999
Titelthema
Führungs- und Arbeitsorganisation im Controlling

Kostenrechnung/Controlling
Dr. Dirk Fischer
Unterstützung des Controlling mit Management-Informationssystemen S. 25

Eva Lang
Controller-Vereinigungen in Deutschland S. 30

EDV/Organisation
Dr. Gunnar C. Kunz
Auf dem Weg zur "Lernenden Organisation" der Zukunft – Auswirkungen auf das Finanz- und Rechnungswesen S. 33

Investition/Finanzierung
Janette Bohne
Steuerung von Klein- und mittelständischen Unternehmen mit Finanzkennzahlen S. 37

Arbeits-/Sozialrecht
Christian Klette
Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen S. 41

BVBC-Nachrichten S. 45

Impressum S. XIII

Zielorientiertes und kooperatives Steuern

Im zunehmenden Konkurrenzkampf reichen zur erfolgreichen Führung von Klein- und mittelständischen Unternehmen Improvisationsgabe und Fingerspitzengefühl nicht aus. Zielorientiertes Vorgehen und ein kooperativer Führungsstil sind erfahrungsgemäß die wichtigsten Voraussetzungen, um die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens zu erhalten und zu steigern. Hierzu bietet diese BC-Ausgabe mit ausgesuchten Controlling- und Personalthemen zahlreiche konkrete Lösungsansätze, die in Unternehmen praktiziert werden.

Um die Entscheidungen der Geschäftsleitung besser vorbereiten und absichern zu können, suchen Rechnungswesenverantwortliche bzw. Controller als "Schatzmeister der Informationen" nach aussagekräftigen Management-Informationssystemen (MIS); sie sollen insbesondere eine exakte Analyse des Ist-Zustands, realistische Planvorgaben, genauere Kontrolle und eine schnellere Steuerung des Unternehmens unterstützen. Dabei gewährleistet ein intensiver und zielgerichteter Einsatz der EDV – vor allem mit mehrdimensionalen Datenbanken – eine flexible und effiziente Informationsgewinnung (vgl. dazu den Beitrag auf Seite 25 ff.).

Ein funktionstüchtiges MIS kann allerdings eine Fülle kaum überschaubarer Daten liefern, z.B. Kennzahlen, Zeit-, Branchen-, Soll-Ist-Vergleiche, Benchmarking. Bereits Lenin soll 1921 in einem Brief an Chalatow geschrieben haben: "Wieder und wieder bitte ich: Non multa sed multum. Weniger Zahlen, aber gescheitere...".

Als Bezugsgrößen, mit welchen Mitteln der Gewinn erwirtschaftet wurde, eignen sich das Gesamtkapital, das Eigenkapital und der Umsatz. In Verbindung damit stellt erfahrungsgemäß der Return on Investment (ROI) die wichtigste Kennzahl zur langfristigen Sicherung eines Unternehmens dar. Er wird von der Umsatzrentabilität und der Kapitalumschlagshäufigkeit beeinflußt (vgl. in diesem Heft Seite 37 ff.). Aus einem ROI-Kennzahlensystem, z.B. nach DuPont, lassen sich Zielvorgaben und Einzelmaßnahmen zur Steuerung des Wirtschaftsprozesses (Personal, Maschinen, Material, Energie) ableiten. Da es ohne großen rechnerischen Aufwand das Betriebsgeschehen transparent macht, ist es besonders für Klein- und mittelständische Unternehmen empfehlenswert.

Die Meßbarkeit des Unternehmenserfolgs steigert darüber hinaus die Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiter/innen; dieses Ziel verfolgt auch die Einführung einer "Lernenden Organisation", die ein Denken in Prozessen (ganzheitliche Betrachtungsweise) bei allen Betroffenen im Unternehmen fördert (vgl. in diesem Heft Seite 33 ff.).


Vorschau
Die voraussichtlichen Themen der BC-März-Ausgabe 1999:

  • Berücksichtigung von Ergebnissen der Außenprüfung in Buchführung und Bilanz;
  • Umsatzsteuer-Sonderprüfung aus der Sicht der Finanzverwaltung;
  • Lohnsteuer-Außenprüfung aus der Sicht der Finanzverwaltung;
  • Prüfung der Sozialabgaben;
  • Übergang von der Betriebsprüfung zur Steuerfahndung.

Organ des Bundesverbandes der
Bilanzbuchhalter und Controller e.V. BV/BC

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