NJW Link der Woche

 

 

Das Internet hat auch für Juristen viel Nützliches zu bieten. Überzeugen Sie sich selbst – in dem von der NJW angebotenen Link der Woche“. Jede Woche neu! Welche Homepage können Sie empfehlen?  !

   


https://twitter.com/hashtag/bea 

Der Briefkasten klemmt - Zum 1. Januar wird es (halbwegs) ernst mit dem „beA“: Anwälte müssen es zwar noch nicht aktiv nutzen, aber den Posteingang überwachen, um Fristversäumnisse und Haftung zu vermeiden. Doch auf den letzten Metern klemmt der elektronische Briefkasten: Immer wieder ließ er sich stunden-, wenn nicht gar tagelang nicht öffnen. Ungute Erinnerungen werden wach an den verstolperten und verschobenen Start vor gut einem Jahr. Damals hatte die BRAK die Notbremse ziehen müssen, weil sie das Produkt ihres IT-Dienstleisters Atos noch ungenügend fand. „Überraschung. #beA ist mal wieder bundesweit ausgefallen“, twitterte @stephanschmidt sarkastisch. In Ironie rettete sich @i_speiser: „Man sollte beim Abschießen des Feuerwerks zum Jahreswechsel insbesondere in der Einflugschneise der Mahngerichte auf tieffliegende Brieftauben achten.“ Worauf @ITRechtler beisteuerte: „Oder wie bei #HarryPotter Zustellung von Anwalt zu Anwalt via Posteule;-)“. Und kreierte den Hashtag „#beAWahnsinn“. Auch @mir_tweets unkte: „#beA-Ausfall-Romantik: Am 31.12. fliegen Schwärme von weißen Brieftauben mit USB-Sticks mit EDA-Dateien am Füßchen zu den Mahngerichten!“ Stoisch zitierte@Finkenzeller ein nicht näher bezeichnetes Gericht mit der Warnung: „Wenn’s eilig ist, bitte per Fax nicht per #beA, das bleibt bei uns sonst liegen.“ Aber auch sonst gibt es Meckereien: „Das #beA wurde schlecht umgesetzt. Button Nachricht,erstellen’, den es laut Hilfe wirklich geben soll, suche ich trotz intensivster Suche vergeblich …“, schimpfte @Dickmaulrussler. „Dieses #beA ist doch total gestört“, machte sich @RARieck Luft. Anmeldeprobleme, lange Ladezeiten und Warteschleifen in der Telefon-Hotline brachten weitere Anwälte auf die Palme. „#BeA läuft bei mir … NICHT!“, untermalte @bsteveker mit einem Screenshot seines Fehlerprotokolls. „Wenn der #beA-Client der #BRAK unsicher ist und dadurch Angriffe auf die IT von Anwälten ermöglicht werden – wer haftet eigentlich bei Insolvenz der BRAK?“, fragte @praejudiz. Zur Not gebe es ja das gute alte Fax, tröstete die Kammer Ungeduldige. Bei alldem mutet der Spott dann doch etwas unverdient an, der sich über @Soldan_GmbH für deren neues Serviceangebot ergoss: eingehende Nachrichten im beA auszudrucken und im frankierten Briefumschlag an die Kunden zu schicken. „Wow! Soldan druckt beA-Post aus (!) und übersendet sie per Post. Dann kann man sie ja wieder einscannen und Mandanten schicken. #legaltech“, höhnte @Andreas_Papp. Ad absurdum trieb den Gedanken @DominikTo: „In ein paar Wochen dann Breaking News: Soldan druckt auch für die Justiz alles aus. Alles aus dem Gericht wird via Soldan-Justiz-Scanservice eingescannt, via beA verschickt und auf der anderen Seite wieder ausgedruckt.“