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Sicherheit im Straßenverkehr bleibt wichtiges Ziel für die Bundesregierung

Im Auftrag des Bundesministers für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat die Bundesanstalt für Straßenwesen jetzt die voraussichtliche Entwicklung von Unfallzahlen und Jahresfahrleistungen in Deutschland vorgelegt.

Demnach war im Jahr 2000 die Entwicklung des Unfallgeschehens im Straßenverkehr in Deutschland günstiger als im Vorjahr. Gegenüber 1999 haben sich deutliche Rückgänge der Unfallzahlen eingestellt. Nach einem anfänglichen Anstieg im ersten Quartal des Jahres 2000 sanken die Unfallzahlen in den Folgemonaten überdurchschnittlich. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wird die Zahl der Getöteten um etwa 4% auf unter 7500 Getötete (gegenüber 7772 im Jahr 1999), dem niedrigsten Ergebnis seit Einführung der amtlichen Unfallstatistik im Jahr 1953, zurückgehen.

Die Gesamtzahl aller polizeilich erfassten Straßenverkehrsunfälle ist in Deutschland nicht wie in den beiden Vorjahren gestiegen. Sie wird gegenüber dem Jahr 1999 (2 413 473 Unfälle) auf rund 2,35 Mio. DM im Jahr 2000 sinken.

Dabei wird die Zahl der Unfälle mit Personenschaden im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um etwa 4,5% abnehmen (1999: 395 689 Unfälle mit Personenschaden). Die Zahl der bei diesen Unfällen verunglückten (verletzten und getöteten) Personen wird ebenfalls um etwa 4,5% abnehmen und im Jahr 2000 bei etwa 505 000 liegen. Die Anzahl der Getöteten im Straßenverkehr wird in Deutschland insgesamt um ca. 4% sinken. Auf Außerortsstraßen (ohne Autobahnen) ist 2000 der deutlichste Rückgang von 4983 im Jahr 1999 um rund 6% absehbar. Innerorts wird ein leichter Rückgang um etwa 2% im Jahr 2000 erwartet. Auf Autobahnen wird sich die Zahl von 1999 (911 Getötete) dagegen um etwa 2% erhöhen.

Verkehrsminister Bodewig: "Mit Unterstützung der Wissenschaft und den Verkehrssicherheitsverbänden arbeiten wir an einem neuen Straßenverkehrssicherheitsprogramm, das wir zu Beginn des Jahres 2001 vorlegen werden. Dabei werden wir die gesamte Bandbreite innovativer Technik nutzen. Neben verbesserter Technik können Fairness und Gelassenheit im Straßenverkehr die Sicherheit weiter erhöhen."

(Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen)


NZV 2/2001

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