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DVTM: Studie zum Online-Glückspielmarkt

Der deutsche Verband für Telekommunikation und Medien e.V. (DVTM) und das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) informierten über eine Studie zur notwendigen Neuregulierung des sog. „Bettertainment“-Markts, der u.a. Sportwetten, Poker/Casino und Online-Lotterien beinhaltet.

Ziel der Studie war es, die wirtschaftlichen Auswirkungen des konvergenten Marktes entlang der Wertschöpfungskette in den Bereichen TK, Medien und „Bettertainment“ und deren fiskalischen Auswirkungen auf Bundes- und Länderebene zu analysieren und darzustellen. Nach Ansicht des DVTM stecke die gesamte Branche im regulativen Mittelalter fest. Ob TK, Internet oder Medien, in allen Bereichen sei Glücksspiel Realität und finde über die Landesgrenzen hinweg statt. Die WIK-Studie mache deutlich, dass es ein Potenzial von über € 40 Mrd. gäbe, an dem Bund, Länder und verschiedene Wirtschaftsbereiche gleichermaßen partizipieren könnten. Die Herausforderung bestehe u.a. darin, unregulierte Angebote in einen regulierten Markt zu überführen.

 

Grds. sei man sich einig, dass nur auf Basis eines liberalisierten, regulierten Marktes Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz effektiv gewährleistet und Suchtbekämpfungs-Maßnahmen ausgeweitet werden könnten. Dies sei unerlässlich für die Umsetzung einer zukunftsgerichteten und effizienten Glücksspielregulierung. Ziel müsse sein die Umsätze, das Bruttosozialprodukt, die Arbeitsplätze und die steuerlichen Einnahmen aus dem Ausland nach Deutschland zurückzuholen und gleichzeitig die Voraussetzungen für einen effektiven Verbraucher-, Jugend- und Datenschutz zu schaffen.

 

Der DVTM möchte einen ausgewogenen, konstruktiven und direkt umsetzbaren Lösungsvorschlag in Form einer Blaupause für die Politik liefern. Dieser bestehe aus einem erweiterten DVTM-Kodex, der die schleswig-holsteinischen und dänischen Regulierungsmodelle beinhaltet, und aus aktuellen EU-Anforderungen für einen kontrollierbaren Jugend-, Verbraucher- und Datenschutz.



Weiterführende Links:

Vgl. auch EuGH MMR-Aktuell 2015, 373364 und Viniol/Hofmann, MMR 2013, 434.


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