OLG Köln

Haftbeschwerde des Boxers Felix Sturm erfolglos


Das OLG Köln die (weitere) Haftbeschwerde des Boxers Felix Sturm verworfen. Die Untersuchungshaft bleibt aufrecht erhalten. Die Möglichkeit einer Entlassung bei Zahlung einer Kaution besteht nicht.

 

Zum Sachverhalt

Auf eine Haftbeschwerde des Beschuldigten nach seiner Verhaftung hatte das AG Köln zunächst eine Haftverschonung unter anderem gegen Kautionszahlung iHv 1.000.000 Euro beschlossen. Auf die hiergegen gerichtete Beschwerde der Staatsanwaltschaft Köln hat das LG Köln diesen Beschluss aufgehoben.

Die Entscheidung des OLG Köln

Das OLG Köln hat die Entscheidung des Landgerichts bestätigt und die (weitere) Haftbeschwerde verworfen. Die Untersuchungshaft bleibt aufrecht erhalten. Die Möglichkeit einer Entlassung bei Zahlung einer Kaution besteht nicht.

Nach Auffassung des OLG Köln besteht bezüglich der dem Beschuldigten vorgeworfenen Steuerdelikte ein dringender Tatverdacht. Darüber hinaus sieht der Senat den Haftgrund der Fluchtgefahr als gegeben an. Der Beschuldigte habe zwar vor seiner Festnahme mit seiner Familie zuletzt in Deutschland gelebt. Zuvor habe er sich aber über Jahre in mehreren europäischen Ländern aufgehalten. Da er auch über die Staatsbürgerschaft von Bosnien-Herzegowina verfüge, würde er gegebenenfalls von dort nicht im Rahmen der Rechtshilfe ausgeliefert.

Gegen den Beschluss sieht die StPO kein Rechtsmittel vor.

Hinweis: Das OLG Köln hat lediglich einen dringenden Tatverdacht und eine Fluchtgefahr bejaht. Für den Beschuldigten gilt unverändert die Unschuldsvermutung.

OLG Köln, Beschl. v. 22.5.2019 – 2 Ws 261/19


Pressemitteilung des OLG Köln Nr. 18 v. 23.5.2019