beA: Fehlende Signatur verhindert Nachweis des Versandzeitpunkts


Nach Medienberichten bestehen Probleme im Rahmen des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) bei empfangenen bzw. versendeten E-Mails. Eine fehlende Signatur könne dazu führen, dass sich der Zeitpunkt des Versands einer Nachricht nicht mehr zweifelsfrei nachweisen lässt.

Seit 1.4.2019 verschiebt das beA drei Monate alte Nachrichten automatisch in den Papierkorb, einen Monat später werden diese dann gelöscht. Da ggf. ein Nachweis zu führen ist, wann eine Nachricht versandt wurde will das beA, dass der Anwalt alle Nachrichten archiviert. Hierzu könnte der Anwalt die Nachricht als ZIP-Datei herunterladen, begleitet von einer abgesetzten PKCS#7-Signaturdatei (Public-Key Cryptography Standard # 7). Diese Datei sei jedoch fehlerhaft. Prüfprogramme würden darin keinerlei Signatur finden und die Prüfung auf Echtheit werde versagt. Bekommt der Rechtsanwalt in einer beA-Nachricht eine mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (qeS) signierte PDF-Datei zugesandt, dann enthält die ZIP-Datei nach den Angaben insgesamt neun Dateien. Prüfen lasse sich nur die Signatur der PDF-Datei, was ohne weiteres gelingt, nicht jedoch die Containersignatur, die eine Echtheit des Exports nachweisen soll.