LG Bonn: Haft für Bandenbetrug mit falschen Onlineshop


Das LG Bonn hat nach Medienberichten einen 49-Jährigen wegen bandenmäßigen Betrugs zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Neben dem Haupttäter bekamen drei Mittäter wegen Betrugs oder Beihilfe zum Betrug zwischen zwei Jahre Haft mit Bewährung und vier Jahre.

Die Kunden des angeblichen Onlineshops hatten ihre bestellte Ware meist mit Vorkasse gezahlt aber nicht geliefert bekommen. Der Schaden betrug über € 1 Mio. In 837 Fällen war der Betrug von Kunden angezeigt worden. Nur am Anfang hatten die Anbieter die ersten Bestellungen (meist Elektronikartikel zu Schnäppchen-Preisen) noch geliefert, um positive Bewertungen zu bekommen. Die Kundengelder wurden über einen zentralen Computer erfasst und direkt in die Türkei weitergeleitet.

 

Laut den Feststellungen des Gerichts soll das professionell aufgezogene Onlinescheingeschäft von Hintermännern aus der Türkei gesteuert werden. Der bundesweit betriebene Onlineshop hatte sich eine professionelle Fassade mit exzellenter Homepage, einer Web-Adresse, mehreren Firmensitzen und lokalen Show-Rooms gegeben. Auch Gewerbeanmeldung und Handelsregistereintrag fehlten nicht.