Daten des öffentlichen Sektors leichter nutzbar


Die Verhandlungsführer des EU-Parlaments, des Rates der EU und der EU-Kommission haben sich auf eine neue Richtlinie geeinigt, nach der es in Zukunft leichter sein wird, offene Daten und Informationen von Behörden zu nutzen.

Der unmittelbare wirtschaftliche Gesamtwert der Informationen des öffentlichen Sektors und der Daten öffentlicher Unternehmen wird voraussichtlich von € 52 Mrd. im Jahr 2018 auf € 194 Mrd. im Jahr 2030 ansteigen. Eine weitere Öffnung dieser Informationen zur Weiterverwendung komme der europäischen Datenwirtschaft zu Gute, denn diese könnte damit neue innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten. Darüber hinaus seien Daten des öffentlichen Sektors aber auch für die Transparenz und damit für die Demokratie von Bedeutung. In Abstimmung mit der DS-GVO soll die RL den bestehenden Rechtsrahmen auf den neuesten Stand bringen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf hochwertigen Datensätzen wie Statistiken oder Geodaten. Mehr Echtzeit-Daten sollen über Anwendungsprogrammier-Schnittstellen (API) zur Verfügung stehen, damit mehr innovative Produkte und Dienstleistungen, z. B. Mobilitäts-Apps, entwickelt werden können. Außerdem werden Daten aus öffentlich finanzierter Forschung in den Anwendungsbereich der RL aufgenommen.