Digitalisierung von Beurkundungen


Die Bundesregierung hat die Notwendigkeit der Papierform bei wichtigen Rechtsgeschäften gestärkt. Der Schutz der Beteiligten und die Sicherheit des Rechtsverkehrs verlangten es, dass die Originale dieser Urkunden (Urschriften) zu Beweiszwecken für einen hinreichend langen Zeitraum in den notariellen Urkundensammlungen zur Verfügung stehen.

Daher sei beim Übergang vom Medium „Papier" zu anderen Speichermedien erhöhte Vorsicht geboten und durch die Aufbewahrung in Papierform bei eventuellen technischen Störungen des Elektronischen Urkundenarchivs, die jederzeitige Verfügbarkeit der Notariatsunterlagen gesichert und damit entsprechenden Vorbehalten gegen eine elektronische Verwahrung von Notariatsunterlagen von vornherein entgegengewirkt. So sei die doppelte Verwahrungspflicht von Urkunden ab 2022 entsprechend dem Gesetz zur Neuordnung der Aufbewahrung von Notariatsunterlagen und Einrichtung des Elektronischen Urkundenarchivs bei der Bundesnotarkammer zu begründen wenn laut Beurkundungsgesetz die elektronische Form der papiergebundenen Form als gleichwertig anzusehen ist.