BGH: Umgekehrte Versteigerung im Internet


UWG §§ 1, 7 Abs. 1

BGH Urteil vom 13.11.2003 I ZR 40/01 (OLG München, LG München I)

Leitsatz

Die Bewerbung und Durchführung einer "umgekehrten Versteigerung" von Gebrauchtfahrzeugen im Internet, bei der der Anfangspreis des angebotenen Fahrzeugs alle 20 Sekunden um DM 250 sinkt, verstößt jedenfalls dann weder gegen § 7 Abs. 1 UWG noch gegen § 1 UWG unter dem Gesichtspunkt des Einsatzes aleatorischer Reize, wenn sich der "Auktionssieger" nach Abschluss der Veranstaltung ohne finanzielle Nachteile erkennbar frei entscheiden kann, ob er das "ersteigerte" Fahrzeug zu dem erzielten Preis erwerben will.

Anm. d. Red.: Die Vorinstanz (OLG München) ist abgedruckt in MMR 2001, 233. Vgl. hierzu auch BGH MMR 2004, 162.


MMR 2004, 160 Der kostenpflichtige Volltext ist ca. ab Mitte März in beck-ONLINE abrufbar.