EU-Kommission billigt ESEF-Verordnung


IRZ, Heft 2, Februar 2019, S. 59

Am 20. Dezember 2018 hat die Europäische Kommission den von der European Securities and Markets Authority (ESMA) vorgelegten Entwurf für ein einheitliches europäisches elektronisches Berichtsformat (ESEF) verabschiedet. Die zugehörige Verordnung, die als delegierten Rechtsakt die Vereinbarung über das ESEF enthält, ist auf Jahresfinanzberichte anzuwenden, die Abschlüsse für Geschäftsjahre enthalten, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen.

Der delegierte Rechtsakt ist allerdings noch nicht in Kraft getreten, da das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union noch Einwände gegen technische Regulierungsstandards erheben können. In diesem Fall sollen die betreffenden Standards nicht in Kraft treten.

Grundlage des von ESMA vorgeschlagenen Formats ist die eXtensible HyperText Markup Language (XHTML) als von allen Abschlussadressaten lesbare Darstellung von Jahresfinanzberichten. Zur Gewährleistung der Zugänglichkeit, für Zwecke der Analyse und Vergleichbarkeit der nach den IFRS erstellten konsolidierten Abschlüsse, schlägt die ESMA die Einführung von Auszeichnungen in der eXtensible Business Reporting Language (XBRL) vor, damit die darin offengelegten Angaben auch maschinell lesbar sind und verarbeitet werden können. Die nach der Verordnung anzuwendende Taxonomie basiert auf dieser von der IFRS-Stiftung entwickelten IFRS-Taxonomie, die als eine gut eingeführte Taxonomie angesehen wird und die eigens zur Etikettierung offengelegter Angaben nach IFRS entwickelt wurde, um eine Vergleichbarkeit der Auszeichnungen von gemäß IFRS erstellten Abschlüssen auf einer globalen Ebene zu ermöglichen.

Der Text der delegierten Verordnung und ihre Anhänge sind auf der Internetseite der EU-Kommission (www.ec.europa.eu) verfügbar.