IASB-Arbeitsprogramm


IRZ, Heft 2, Februar 2019, S. 58

Seit dem in IRZ 1/2019 erläuterten Stand des Arbeitsprogramms des IASB (IRZ 2019, 15 f.) haben sich im Zusammenhang mit der Januarsitzung des IASB folgende Änderungen in den verschiedenen Projektkategorien ergeben (Stand: 24. Januar 2019):

Im Bereich der Standardsetzung, welcher derzeit nur einen geringen Anteil an den laufenden Projekten hat, wurden keine Änderungen vorgenommen. Die nächsten Veröffentlichungen in diesem Bereich sind für das zweite Halbjahr 2019 geplant und betreffen die Projekte zu primären Abschlussbestandteilen und zu preisregulierten Geschäften. In beiden Fällen hat sich der Board bisher nicht festgelegt, ob ein Diskussionspapier oder bereits ein Standardentwurf veröffentlicht werden soll.

Bei den Projekten zur Standardpflege haben sich folgende Änderungen ergeben:

  • Im Projekt Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderungen an IAS 8) soll über die weitere Projektausrichtung jetzt schon auf der April-Sitzung des IASB entschieden werden (zuvor: zweites Halbjahr 2019).
  • Im Hinblick auf das anstehende Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU wurde das Projekt zur IBOR-Reform und deren Auswirkung auf die Finanzberichterstattung vom Forschungsprojekt zu einem Standardpflegeprojekt hochgestuft. Aufgrund der Dringlichkeit des Themas soll ein Standardentwurf bereits im zweiten Quartal 2019 veröffentlicht werden.
  • Nachdem im Dezember ein Entwurf im Rahmen des Projekts zu Vertragserfüllungskosten bei belastenden Verträgen (Änderungen an IAS 37; vgl. IRZ 2019, 15) veröffentlicht worden war, soll die Erörterung der Rückmeldungen nunmehr im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen werden (zuvor: erstes Halbjahr 2019).
  • Für insgesamt sechs Projekte hat der Board den Zeitpunkt der Veröffentlichung von Standardänderungs-Entwürfen auf das zweite Quartal 2019 eingegrenzt. Bisher war hier lediglich der Zeitraum des ersten Halbjahrs 2019 genannt worden. Davon betroffen sind folgende Projekte:
    • Ergänzung des IFRS 17,
    • latenten Steuern auf Vermögenswerte und Schulden im Rahmen einer einheitlichen Transaktion (Änderungen an IAS 12),
    • Tochtergesellschaft als Erstanwender (Änderungen an IFRS 1),
    • Besteuerung bei Bemessung des beizulegenden Zeitwerts (Änderungen an IAS 41),
    • Aktualisierung eines Verweises auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) und
    • Gebühren im 10-Prozent-Test zwecks Ausbuchung (Änderungen an IFRS 9).

 

Bei den Forschungsprojekten sind gegenüber dem Vormonat folgende Änderungen zu verzeichnen:

  • Der geplante Zeitpunkt der Veröffentlichung eines Diskussionspapiers im Projekt zu Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle wurde auf das erste Halbjahr 2020 konkretisiert (zuvor: zweites Halbjahr 2019).
  • Die Projektzusammenfassung für das Projekt zu Angabeprinzipien im Rahmen der Angabeninitiative des IASB soll nun im März 2019 veröffentlicht werden (zuvor: erstes Quartal 2019).
  • Im Projekt zu Finanzinstrumenten mit Eigenkapitalcharakter ist die Kommentierungsfrist für das Diskussionspapier abgelaufen. Eine Auswertung der Rückläufe soll bis Ende März 2019 erfolgen.

 

Bei den übrigen Projekten soll die Erörterung der Rückmeldungen im Projekt Aktualisierung der IFRS-Taxonomie (Praxisergänzungen zu IFRS 13) nunmehr im März 2019 abgeschlossen werden. Bisher war in diesem Zusammenhang allgemein von einer Analyse im ersten Quartal 2019 ausgegangen worden. 

Die aktuelle Version des Arbeitsplans (die sich jedoch gegenüber dem vorstehend beschriebenen Stand aufgrund der laufenden Aktualisierung bereits wieder geändert haben kann) ist auf der Website des IASB (www.ifrs.org) tagesaktuell abrufbar.