IASB-Arbeitsprogramm


IRZ, Heft 1, Januar 2019, S. 15

Seit dem in IRZ 12/2018 erläuterten Stand des Arbeitsprogramms des IASB (IRZ 2018, 517) haben sich nach der Dezembersitzung des IASB folgende Änderungen in den verschiedenen Projektkategorien ergeben (Stand: 18. Dezember 2018):

Im Bereich der Standardsetzung wurden keine Änderungen vorgenommen. Bei den Projekten zur Standardpflege gab es folgende Änderungen:

  • Im Projekt Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen (Änderungen an IAS 8) soll über die weitere Projektausrichtung im zweiten Halbjahr 2019 entschieden werden (zuvor: Dezember 2018).
  • Nach Erörterung der Rückmeldungen zum Entwurf im Projekt Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Änderungen an IAS 8) ist nunmehr als nächster Schritt die – noch nicht terminierte – Entscheidung über die weitere Projektausrichtung genannt.
  • Ein Projekt zu Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge wurde neu auf die Agenda genommen. Ein Entwurf wird im ersten Halbjahr 2019 erwartet.
  • Die bislang nicht terminierte Veröffentlichung von Entwürfen in den fünf Projekten Gebühren im 10-Prozent-Test zwecks Ausbuchung (Änderungen an IFRS 9), Leasinganreize, Tochtergesellschaft als Erstanwender (Änderungen an IFRS 1), Besteuerung bei Bemessung des beizulegenden Zeitwerts (Änderungen an IAS 41) und Aktualisierung eines Verweises auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) wird nunmehr für das erste Halbjahr 2019 angekündigt.
  • Die Veröffentlichung einer Zusammenfassung der Rückmeldungen im Projekt Verbesserungen an IFRS 8 Geschäftssegmente verschiebt sich von Dezember 2018 auf Februar 2019.
  • Nach Veröffentlichung des Entwurfs im Projekt zu Vertragserfüllungskosten bei belastenden Verträgen (vorgeschlagene Änderungen an IAS 37) wird die Erörterung der Rückmeldungen für das erste Halbjahr 2019 angekündigt.

 

Bei den Forschungsprojekten lassen sich gegenüber dem Vormonat folgende Änderungen feststellen:

  • Die Veröffentlichung eines Diskussionspapiers zu Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Kontrolle wird nunmehr in 2020 erwartet (zuvor: zweites Halbjahr 2019).
  • Die Veröffentlichung einer Projektzusammenfassung für das Projekt Abzinsungssätze sowie eines Entwurfs im Projekt IBOR-Reform und Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung verschiebt sich von Dezember 2018 auf Februar 2019.
  • Im Projekt Dynamisches Risikomanagement wird das Kernmodell nunmehr im zweiten Halbjahr 2019 erwartet (zuvor: erstes Halbjahr 2019).
  • Die Veröffentlichung eines Entwurfs oder Diskussionspapiers zum Projekt Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten wird erstmals terminiert auf das zweite Halbjahr 2019.
  • Es wurde ein neues Projekt zu Rückstellungen auf die Agenda genommen und die Begutachtung des Forschungsstands für das zweite Halbjahr 2019 angekündigt.
  • Das Projekt zur Überprüfung nach der Einführung von IFRS 13 wurde aufgrund der Veröffentlichung des Abschlussberichts vom Arbeitsplan genommen.

 

Bei den übrigen Projekten wird nach Veröffentlichung eines Vorschlags zum Projekt Aktualisierung der IFRS-Taxonomie (Allgemeine Verbesserungen 2018) als nächster – nicht terminierter – Schritt die Analyse der eingegangenen Rückmeldungen angekündigt. Eine entsprechende Erörterung der Rückmeldungen im Projekt Aktualisierung der IFRS-Taxonomie (Praxisergänzungen zu IFRS 13) wird nunmehr im ersten Quartal 2019 erwartet (zuvor: Januar 2019). 

Die aktuelle Version des Arbeitsplans (die sich jedoch gegenüber dem vorstehend beschriebenen Stand aufgrund der laufenden Aktualisierung bereits wieder geändert haben kann) ist auf der Website des IASB (www.ifrs.org) tagesaktuell abrufbar.