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Umweltbundesamt verlangt zweierlei Plaketten für Diesel-Autos

Die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, verlangt eine gestaffelte Lösung im Kampf gegen Diesel-Abgase in Städten. Dafür müsse der Bund zwei verschiedene Plaketten einführen, sagte Krautzberger der "Süddeutschen Zeitung" am 06.03.2018.

Hell- oder dunkelblaue Plakette je nach Stickoxid-Ausstoß

“Damit hätten die Städte eine Möglichkeit, auf ihre jeweilige lokale Belastung zu reagieren.“ Die jeweiligen Plaketten sollen, je nach Vorgabe, zur Einfahrt in die Umweltzone berechtigen. Das CSU-geführte Verkehrsministerium lehnt eine blaue Plakette bisher grundsätzlich ab. Krautzberger schlug vor, dass nachgerüstete Euro-5-Diesel und bereits zugelassene Autos der Euro-6-Norm künftig eine hellblaue Plakette bekommen sollten. Diesel mit den neuen Abgasstufen Euro 6d-TEMP oder Euro 6d, die deutlich weniger Stickoxid ausstoßen, könnten hingegen eine dunkelblaue Plakette erhalten.

Grenzwerte in vielen Kommunen schon mit hellblauer Plakette einhaltbar

"Schon mit der hellblauen Plakette könnten dann viele Kommunen 2020 die Grenzwerte einhalten", sagte Krautzberger. "Die dunkelblaue würde später eingeführt und wäre insbesondere in hoch belasteten Städten nötig.“ Die Behördenchefin reagiert damit auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Die Richter hatten Fahrverbote für Diesel-Autos in Städten grundsätzlich erlaubt – aber nur als letztes Mittel, und wenn dabei die Verhältnismäßigkeit etwa durch Ausnahmen gewahrt wird.

Aus der Datenbank beck-online

Klinger, Landesrechtliche Kompetenzen für eine City-Maut zur Verminderung der Luftbelastung, ZUR 2016, 591

UMK fordert Blaue Plakette, DAR 2016, 493

Aus dem Nachrichtenarchiv

Gewerkschaft will Diesel-Fahrverbote mit Drei-Punkte-Plan verhindern, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 23.02.2018, becklink 2009151

Verkehrsministerkonferenz stimmt blauer Plakette für Diesel-Fahrzeuge nicht zu, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 11.10.2016, becklink 2004592

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 6. März 2018 (dpa).

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