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Türkische Minister bitten um Geduld bei Aufklärung im Fall Khashoggi

Im Fall des in Istanbul verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi haben türkische Minister um Geduld bei der Aufklärung gebeten. "Jeder soll auf das Ergebnis der Ermittlung warten", sagte Innenminister Süleyman Soylu der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am 17.10.2018. Staatsanwalt oder Polizei würden die Ergebnisse dann der ganzen Welt präsentieren. Er selbst habe "Gewissheit" über das Schicksal Khashoggis, sagte Soylu, müsse aber die Ergebnisse der Ermittlung abwarten.

Treffen mit US-Amtskollegen Pompeo

Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo, er werde Medienberichte zum Verschwinden Khashoggis nicht kommentieren. Die Ermittlungen gingen weiter. Das Gespräch mit Pompeo sei positiv verlaufen. Man habe nicht nur über den Fall Khashoggi gesprochen, sondern auch über die Entwicklungen in der Region.

Außenminister: Residenz des Konsuls noch nicht durchsucht

Cavusoglu dementierte zudem Medienberichte, wonach die Residenz des Konsuls am Vortag durchsucht worden sei. Das Gebäude sei noch nicht inspiziert worden, sagte er. Er hoffe jedoch, dass die Polizei am 17.10.2018 mit der Durchsuchung beginnen könne.

Saudischer König Salman dementiert Wissen über Mord

Die türkischen Behörden gehen nach Medienberichten davon aus, dass Khashoggi im Konsulat von einem aus Saudi-Arabien angereisten Spezialkommando getötet wurde. Der saudische König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman – dessen erklärter Kritiker Khashoggi war – dementierten in Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump allerdings jegliches Wissen über einen Mord an dem Regierungskritiker.

Aus dem Nachrichtenarchiv

Hartes Urteil gegen saudischen Blogger Badawi bleibt bestehen, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 08.06.2015, becklink 2000213

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 17. Oktober 2018 (dpa).

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