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Strafverteidiger schließen "Pro Chemnitz"-Chef Kohlmann aus

Die Vereinigung der Strafverteidiger Sachsen/Sachsen-Anhalt hat den Rechtsanwalt Martin Kohlmann, Chef der rechtspopulistischen Bewegung "Pro Chemnitz", aus ihren Reihen ausgeschlossen. Der Vereinsvorsitzende Andreas Boine bestätigte am 08.11.2018 auf Anfrage einen entsprechenden Vorstandsbeschluss. Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Haftbefehl veröffentlicht

"Sein Handeln läuft den Vereinszwecken zuwider", so Boine. So habe Kohlmann nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen in Chemnitz den Haftbefehl gegen einen der verdächtigen Asylbewerber veröffentlicht. "Das ist ein Verstoß gegen die Verfahrensrechte des Beschuldigten." Der Anwaltsverein könne das nicht hinnehmen.

Berufsrechtliches Verfahren vor Rechtsanwaltskammer Sachsen

Unterdessen läuft bei der Rechtsanwaltskammer Sachsen ein berufsrechtliches Verfahren gegen Kohlmann. Dieses werde derzeit noch geprüft, hieß es. Hintergrund sind umstrittene Äußerungen Kohlmanns im Prozess gegen die Rechtsterroristen der "Gruppe Freital". Zudem lässt die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden prüfen, ob Kohlmann bei einer Demonstration in Chemnitz Ende August zu Straftaten aufgerufen hat.

Aus dem Nachrichtenarchiv

Jurist: Weiterverbreiten eines Haftbefehls im Netz ist strafbar, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 29.08.2018, becklink 2010791

OLG Dresden: Lange Haftstrafen im Terrorprozess gegen "Gruppe Freital", Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 08.03.2018, becklink 2009272

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 9. November 2018 (dpa).

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