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Sonder-Staatsanwälte gegen kriminelle Clans nun auch in Essen

Nach einem erfolgreichen Start in Duisburg setzt die nordrhein-westfälische Justiz nun auch in Essen Sonder-Staatsanwälte gegen Clankriminalität ein. "Es darf nicht weiter so bleiben, dass die Bevölkerung in den Medien um Hilfe ruft, weil in der Essener Nord-City die Angst herrscht", sagte Landesjustizminister Peter Biesenbach (CDU) am 09.01.2019 bei der Vorstellung des Projekts. Die Straftaten im Essener Norden reichten von Drogenhandel über Erpressung bis zu schwerer Gewalt. Biesenbach will dort zwei Sonder-Staatsanwälte einsetzen.

Einer der bundesweiten Hotspots für Clankriminalität

Die Stadt sei neben Berlin und Bremen einer der drei bundesweiten Hotspots für Clankriminalität, sagte der Minister. "Es haben sich Parallelstrukturen und eine Paralleljustiz entwickelt." Dem sollten die Ermittler vor Ort in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, der Steuerfahndung und der Stadtverwaltung massiv entgegentreten.

Geldströme sollen ausgetrocknet werden

Besonders die Geldströme der kriminellen Mitglieder von Großfamilien wollen die Behörden austrocknen. Biesenbach betonte, dass man den Ermittlern Zeit geben werde. Das Erkennen der kriminellen Strukturen werde einige Zeit erfordern. Nur so könnten sie zerschlagen werden.

In Duisburg bereits 210 Ermittlungsverfahren eingeleitet

In Duisburg sind bereits seit Juni 2018 zwei Sonder-Staatsanwälte für Clankriminalität zuständig. Dort seien bereits 210 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte Biesenbach.

Aus der Datenbank beck-online

Bien, "Staatsanwalt vor Ort" im Duisburger Norden, DRiZ 2018, 135

Aus dem Nachrichtenarchiv

Nordrhein-Westfalen: Ministerien gründen Task Force zur Bekämpfung internationaler Kriminalität, Meldung der beck-aktuell-Redaktion vom 18.12.2018, becklink 2011799

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 9. Januar 2019 (dpa).

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