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OVG Berlin-Brandenburg: Gedenktafel erinnert an im Dritten Reich aus ihrem Amt vertriebene Richter des Preußischen OVG

Im Gebäude des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg erinnert seit dem 10.10.2017 eine Gedenktafel an die von den Nationalsozialisten 1933/1934 aus ihrem Amt vertriebenen Richter des Preußischen Oberverwaltungsgerichts. Vierzehn Richter wurden damals mit sofortiger Wirkung entlassen, zwangsweise in den Ruhestand versetzt oder degradiert und zwangsversetzt. Damit wurde fast ein Viertel der Richterschaft des Preußischen Oberverwaltungsgerichts aus rassischen oder politischen Gründen aus dem Amt entfernt, wie das Gericht am 11.10.2017 mitteilen ließ.

OVG-Präsident: Gedenktafel auch als Mahnung für heute

Dazu erklärte der Präsident des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg Joachim Buchheister: "Geschichte wiederholt sich nicht, lehren uns die Historiker. Aber Geschichte kann eine Warnung sein vor den Gefahren unserer Zeit, eine Warnung vor Populismus, vor einfachen Parolen und vor allem eine Warnung vor Ausgrenzung. Die Ereignisse, an die wir mit der Gedenktafel erinnern wollen, zeigen uns in aller Deutlichkeit, wie zerbrechlich eine gesellschaftliche Basis sein kann.“ Die Tafel sei deshalb nicht nur eine Erinnerung an gestern, sondern zugleich eine Mahnung für heute, erklärte Buchheister weiter.

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 12. Oktober 2017 .

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