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Kartellamts-Veto: Müllriese Remondis darf Grünen Punkt nicht kaufen

Deutschlands größter Entsorgungskonzern Remondis darf sich nicht den Grünen Punkt einverleiben. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss mit dem Kölner Unternehmen DSD, das die Markenrechte an dem Recyclingzeichen hält, untersagt, wie die Behörde am 11.07.2019 in Bonn mitteilte. Die Fusion würde "zu einer erheblichen Behinderung des Wettbewerbs bei den dualen Systemen" führen, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. "Zu befürchten wären höhere Kosten für DSD-Wettbewerber, erhebliche Marktanteilsgewinne von DSD und letztlich höhere Preise bei der Entsorgung von Verpackungen."

DSD Marktführer bei dualen Systemen

Duale Systeme sind enorm wichtig für die Entsorgungsbranche in Deutschland. Sie organisieren die Abholung, Sortierung und Verwertung von Abfällen. Sie vergeben unter anderem Aufträge an Müllabfuhren, zum Beispiel an Remondis. Der Zusammenschluss hätte bedeuten können, dass viele solcher Aufträge von DSD im gleichen Konzern geblieben wären. DSD ist der Marktführer bei den dualen Systemen. Das Firmenkürzel steht für Duales System Deutschland. Ganz vom Tisch ist die Fusion noch nicht. Remondis hat noch die Möglichkeit, Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einzureichen.

Aus der Datenbank beck-online

BKartA, Duales System Deutschland (DSD) - Wettbewerbsbeschränkung durch Mengenübertragungsverträge, BeckRS 2016, 14232  

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 11. Juli 2019 (dpa).

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