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EU-Kommission will Personalausweise mit digitalem Fingerabdruck

Der Fingerabdruck und andere biometrische Daten im Personalausweis sollen nach dem Willen der EU-Kommission Vorschrift werden. So würde es für Terroristen und Kriminelle schwieriger, Dokumente zu fälschen, sagte Innenkommissar Dimitris Avramopoulos der "Welt" (Ausgabe vom 16.04.2018). Bisher sind in Deutschland Fingerabdrücke als Merkmal zur Identifikation in Personalausweisen freiwillig. In deutschen Reisepässen sind Fingerabdrücke seit 2007 Standard.

Deutschland unterstützt Vorstoß

Die EU-Kommission will den Gesetzesvorschlag dem Bericht zufolge am 17.04.2018 in Brüssel vorstellen. Um Realität zu werden, bräuchte er die Zustimmung der EU-Staaten. Das Bundesinnenministerium erklärte dazu auf Anfrage: "Deutschland steht diesem Vorhaben positiv gegenüber, da Personalausweise als Reisedokumente – auch in das außereuropäische Ausland – genutzt werden können und die verpflichtende Einführung von Fingerabdrücken in Personalausweisen einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor bieten kann."

Fälschungen sollen erschwert werden

Avramopoulos sagte weiter: "Wir müssen die Schrauben anziehen, bis es keinen Raum mehr gibt für Terroristen oder Kriminelle und keine Mittel mehr für sie, Anschläge durchzuführen. Das bedeutet, dass ihnen der Zugang zu Geld, gefälschten Dokumenten, Waffen und explosiven Stoffen versperrt werden muss, und sie zugleich daran gehindert werden müssen, unsere Grenzen unentdeckt zu überqueren."

Aus der Datenbank beck-online

UN-Sicherheitsrat verlangt weltweit Abgleich von biometrischen Daten, ZD-Aktuell 2018, 05929

EU-Parlament stimmt Reiseregister für Nicht-EU-Bürger zu, ZAR 2018, 39

Annahme des gemeinsamen elektronischen Systems für den Schengenraum, ZAR 2017, 476

Roßnagel, Reisepässe mit elektronischem Gesichtsbild und Fingerabdruck, DÖV 2005, 983
Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 16. April 2018 (dpa).

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