beck-aktuell_Logo_Welle_trans
beck-aktuell Aufmacherbild

Bericht: Sachgrundlose Befristungen sollen eingeschränkt werden

Union und SPD haben einem Medienbericht zufolge einen Kompromissvorschlag beim Streitthema sachgrundlose Befristung erarbeitet. Dieser in der Nacht zum 07.02.2018 ausgehandelte Vorschlag sehe nicht das von der SPD verlangte allgemeine Verbot vor, berichtete das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am 07.02.2018 in Berlin. Doch solle es demnach Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern in Zukunft erlaubt sein, nur bis zu fünf Mitarbeiter ohne vorliegenden Sachgrund befristet zu beschäftigen. Ab 250 Mitarbeitern solle die Obergrenze bei 2% der Beschäftigten liegen.

Unternehmensgröße spielt bislang keine Rolle

Derzeit sieht das Teilzeit- und Befristungsgesetz keine Abhängigkeit sachgrundloser Befristungen von der Unternehmensgröße vor. Die SPD hatte verlangt, unbefristete Arbeitsverhältnisse zur Regel zu machen. Die sachgrundlose Befristung solle abgeschafft, die derzeit bestehenden acht Gründe für Befristungen sowie Befristungsketten sollten eingeschränkt werden, so die SPD-Position.

Aus der Datenbank beck-online

Zundel, Die Entwicklung des Arbeitsrechts im Jahr 2017, NJW 2018, 126

Bundestag: Sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen bleibt möglich, FD-ArbR 2017, 392732

Holthausen, Befristeter Arbeitsvertrag: Haftungsfallen und Checklisten zur Fehlervermeidung, ZAP 2017, 1055

Bauschke, Befristete Arbeitsverhältnisse – Rechtspolitische und rechtswissenschaftliche Aspekte und Analyse ausgewählter Entscheidungen des BAG, öAT 2017, 162

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 7. Februar 2018 (dpa).

Diese Meldung teilen:

beck-aktuell auch hier

fb tw rss emil

Nachrichtenarchiv

Die Meldungen der beck-aktuell-Redaktion stehen Ihnen vier Wochen auf diesen Seiten zur Verfügung. Ältere Meldungen können Sie kostenfrei innerhalb von beck-online.DIE DATENBANK recherchieren. Tipps zur Recherche haben wir für Sie auf dieser Seite zusammengetragen.

...