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AG Augsburg: Geldstrafe für Hakenkreuz auf Hausdach

  • zu AG Augsburg , Urteil vom 13.06.2018

Monatelang war ein großes Hakenkreuz auf einem Hausdach in Augsburg zu sehen – angeblich als Scherz. Wegen des NS-Symbols hat das Amtsgericht Augsburg am 13.06.2018 zwei 30 und 31 Jahre alte Männer zu Geldstrafen von jeweils mehr als 5.000 Euro verurteilt.

"Dumme Gaudi“ bei feuchtfröhlichem Grillabend

Der jüngere Angeklagte hatte in dem Prozess zugegeben, seinem Kumpel das Hakenkreuz mit einem Hochdruckreiniger durch eine teilweise Säuberung auf das verschmutzte Dach gespritzt zu haben. Es sei "eine dumme Gaudi" bei einem feuchtfröhlichen Grillabend gewesen. Der 31 Jahre alte Hausbesitzer räumte ein, sich nicht um die Entfernung des Symbols gekümmert zu haben. Erst als im Januar 2018 die Kripo ermittelte, verschwand das Hakenkreuz.

Keine Hinweise auf Gesinnungstat

Amtsrichter Roland Fink sprach beide Angeklagte wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig. Er hielt den Angeklagten zugute, dass sie alles zugegeben hätten, und es keine Hinweise auf eine extremistische Gesinnung gebe.

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 14. Juni 2018 (dpa).

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