ERASMUS-Studienaufenthalt in Ferrara/Italien


Wenngleich die Behauptung mancher Ferraresi, der Einwohner Ferraras, ihre Stadt sei das Genf Italiens, beiden Städten nicht gerecht wird, ist es doch unverdient, dass die Stadt in der Emilia-Rogmagna im Bekanntheitsgrad nicht an die umliegenden Städte Bologna und Padua heranreicht – zeichnen sich Seadt und Universität doch durch ganz eigene Qualitäten aus: Die Fahrradhauptstadt Italiens verfügt u. a. über die zweitälteste Universität der Welt (die juristische Fakultät eröffnete 1391 ihre Pforten) und – neben der mittelalterlichen Altstadt – über eine „Neustadt“ aus der Renaissance, die japanische Touristen die Videokamera nicht mehr aus der Hand legen lässt.
Die Stadt. Ferrara (150_ 000 Einwohner), Hauptstadt der gleichnamigen Provinz (350_000 Einwohner), hat bereits eine lange Geschichte. In der Antike war der nahe Adria-Hafen Comaccio Zentrum des Außenhandels mit Griechenland, wovon auch Ferrara profitierte. Die Bewirtschaftung der fruchtbaren Po-Ebenen verhalf der Stadt im Mittelalter zu Reichtum und Aufstieg. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die strategisch günstige Lage der Stadt als natürlicher Verkehrsknotenpunkt zwischen Adria, Po-Ebene, Toskana und Norditalien.
Im Mittelalter wurde die Stadt Objekt jahrhundertewährender kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Kaisertum und Kirche. Erst der Aufstieg der Estensi-Dynastie zur mächtigsten Familie der Stadt verlieh Ferrara Stabilität. Damit einhergehend setzte Ende des 14. Jahrhunderts eine rege Bautätigkeit ein, die mit dem Schloss der Estensi gekrönt wurde (1385). Auch die Errichtung der Stadtmauer von 10 m Länge, die fast vollständig erhalten – rekonstruiert und beleuchtet – den Ferraresi heute als Flaniermeile und Joggingstrecke dient, begann in dieser Zeit. 1391 erhielt Albert d’Este von Papst Bonifazius IX. das Privileg der Eröffnung einer Universität.
Aufgrund der Misswirtschaft der Estensi, insbesondere aber durch die Verlegung des Po-Hauptarmes setzte Ende des 16._Jahrhunderts der Niedergang der Stadt ein, der im Gegenzug Venedig zu weiterem Wachstum verhalf.
Erst Anfang des 20. Jahrhunderts machte die Stadt wieder von sich reden, zunächst durch schwere Zusammenstöße von Landarbeitern und Großgrundbesitzern, später als Hochburg des Mussolini-Faschismus. Der Duce hat sich in Ferrara nicht nur durch das in vielen italienischen Städten obligatorische mussolinische Hauptpostamt, sondern insbesondere durch ein klotziges Mahnmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges an der Piazza XXIV Maggio architektonisch verewigt – just dort, wo lange die ferraresische Grenzfestung des Kirchenstaates stand, die 1859 wegen Zweckfortfalls abgetragen wurde.
Nachdem die Provinz in der Nachkriegszeit zunächst versuchte, sich als Industriestandort zu profilieren, hat man sich in den letzten Jahren wieder seiner reichen Geschichte besonnen. Heute präsentiert sich Ferrara – eingedenk seiner architektonischen Struktur völlig zurecht – als Città del Rinascimento, Stadt der Rennaisance.
Die Universität. An der über 600 Jahre alten Università degli Studi di Ferrara studieren heute über 12 000 Studenten. Es bestehen Fakultäten für Architektur, Wirtschaftswissenschaften, Pharmazie, Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften, Medizin, Naturwissenschaften/Mathematik und – last but not least – Rechtswissenschaften. Die Vorlesungen an den Güündungs-Fakultäten finden regelmäßig in Hörsälen aus Spätmittelalter oder Renaissance statt, die schon Kopernikus und Paracelsus als berühmteste Absolventen der Universität kennenlernten. In vielen der majestätisch hohen Hörsäle der Jura-Fakultät erinnern stattliche Kamine an die ursprüngliche Bestimmung der Räumlichkeiten als Orte gesellschaftlicher Anlässe am Hofe der Estensi. An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät sind etwa 3800 Studenten eingeschrieben, denen 27_Professoren und Dozenten gegenüberstehen. Die Fakultät genießt eine gewisse Reputation für Öffentliches Recht und EU-Recht. Hierzu rechnet beispielsweise auch eine exotisch anmutende Veranstaltung wie Diritto agrario comunitario (Europäisches Agrarrecht). Ferner lehrt der noch lebende Mitverfasser des Standardkommentars zum Codice civile, Professor Giorgio Cian, in Ferrara – derzeit allerdings nur im Sommersemester. Aus dem recht großen Vorlesungsangebot sollte noch die Veranstaltung Lingua giuridica inglese, .nglische Rechtsterminologie, bei Professorin Alison Riley erwähnt werden, Autorin eines europaweit verbreiteten Lehrbuch des Rechts-Englischen. Schließlich sollte die Belegung einer Verfassungsrechts-Veranstaltung in Erwägung gezogen werden, erscheint es doch vor dem Hintergrund der EU-Grundrechte-Charta sinnvoll, sich einen Überblick über eine Verfassung zu verschaffen, die ein (Grund-) Recht auf Arbeit kennt. Ferner soll der pragmatische Hinweis nicht fehlen, dass deutsche Justizprüfungsämter vereinzelt dazu übergegangen sind, hinsichtlich der Freischussregelung Auslandssemester nur noch dann hierauf nicht anzurechnen, wenn ein Leistungsnachweis im ausländischen nationalen Recht erbracht wurde.
Bemerkungen zum Jura-Studium in Italien. Die Studienbedingungen als Gaststudent in Italien sollen durch einige Hinweise auf den Ablauf der italienischen juristischen Ausbildung illustriert werden. Der italienische Jura-Student muss nach einem auf vier Jahre angelegten Studienplan eine bestimmte Anzahl von meist mündlichen Prüfungen bestehen, um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Diese besteht in der Erstellung einer tesi di laurea und Verteidigung derselben vor einer Prüfungskommission. Die Examensnote setzt sich schließlich aus während des Studiums und mit der Tesi erzielten Noten zusammen. Bei all diesen Examina findet das aus Deutschland vertraute Konzept der fallorientierten Prüfung keine Anwendung, es wird regelmäßig die Abrufung angelernten Wissens verlangt. An das Universitäts-Examen schließt sich ein zweijähriges unbezahltes Praktikum an bei einem hierfür zu findenden Anwalt an, um schließlich zu einer Prüfung zugelassen zu werden. Erst wenn diese bestanden ist, kann als procuratore legale – eine Art Anwalt mit beschränkten Befugnissen – später ggf. als avvocato praktiziert, ggf. ein Studio Legale, eine Kanzlei, eröffnet werden. – Richter- und Notarstellen werden durch Auswahlverfahren, concorsi, besetzt.
Die Vorlesungen an der Università degli Studi di Ferrara sind durchgehend auf sechs Semesterwochenstunden angelegt. Allerdings ist die Vorlesungszeit kurz, im Wintersemester Ende September bis Weihnachten, schließt sich doch hieran die Prüfungsperiode an: Ein Kurs gilt als bestanden, wenn an einem der drei Prüfungstermine (appelli)ýdie regelmäßig mündliche Abschlussprüfung bestanden wurde. Dass der Prüfungsinhalt sich dabei auf die Repetition von Gesetzestext beschränken kann, muss wohl darin begründet gesehen werden, dass die prüfenden Professoren ggf. in achtstündigen Sitzungen etliche Dutzend Prüfungen abnehmen müssen. – ERASMUS-Studenten können in manchen Veranstaltungen nach Absprache mit dem Professor die mündliche Prüfung durch die Erstellung einer tesi (Themenhausarbeit) ersetzen oder, sollten sie z. B. die Anerkennung dieser ihrer Studienleistungen als Übungsschein im Öffentlichen Recht anstreben – z. B. in Baden-Württemberg möglich –, ergänzen. – (Weiterführend sei etwa auf Peter Kindler: Einführung in das italienische Recht, DM 46,00/EUR 23,51, ISBN: 340637770X bzw. Gerhard Köbler: Rechtsitalienisch, DM 24,80/EUR 12,68, ISBN: 3800621479 sowie frühere Berichte in der JuS (z. B. JuS 1996, S. 759) verwiesen.)
Freizeit. Ferrara liegt im Herzen Nord-(Ost-)Italiens, so dass etwa Venedig, Florenz oder Mailand in kaum mehr als zwei Stunden erreicht werden können. In unmittelbarer Umgebung liegen Bologna – Kulturhauptstadt Europas 2000 –, Padua, Mantua, Ravenna und Modena sowie Comacchio und die Adria-Küste. Die Bahnpreise in Italien sind moderat. – Der Reiz der Stadt selbst mit ihrem wiederentdeckten Selbstverständnis als „Renaissance-Stadt“ ist bereits angedeutet worden. Die Stadt verfügt über zwanzig Museen, die zunehmend auch Moderne Kunst anbieten. Empfehlenswert ist weiterhin ein Besuch im barocken Teatro Comunale die Ferrara, in dem regelmäßig auch namhafte internationale Ensembles – etwa das der Berliner Volksbühne – Station machen. – Wer es hingegen sehr populär mag, kann den Besuch eines Fußballspiels des örtlichen Fußballvereins Spal in Erwägung ziehen, der zwar seit Jahren gegen den Abstieg in die vierte Liga ankämpft, dessen ungeachtet sich aber der lautstarken Unterstützung vieler Tifosi sicher sein kann – bengalische Feuer inbegriffen. Generell ist in Anbetracht einer weiten Fußgängerzone und vieler alter engen Gassen das Fahrrad das angebrachte Transportmittel. Im Winter, wenn Ferrara wie die gesamte Po-Ebene oft im dichtem Nebel verschwindet, bietet sich im Übrigen ein Ausflug in die Alpen an: Skigebiete im Veneto oder Trentin sind in 2–3 Stunden erreichbar.
Die besonderen Möglichkeiten schließlich, die ein Italien-Aufenthalt in warmer Jahreszeit mit sich bringen, bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Das Klischee jedenfalls, dass sich die Italiener an warmen Abenden in Parks und auf Plätzen – um einen gitarrespielenden Stimmführer versammelt – Schlager anstimmen, wurde durch die Realität bestätigt.
Fazit: Wer das Flair einer idealen italienischen Studentenstadt genießen und gleichzeitig Einsicht in internationale Rechtsgebiete und ein romanisches Rechtssystem erhalten will, dem sei ein Aufenthalt an der Universität Ferrara uneingeschränkt zu empfehlen. Dies im Rahmen eines Austauschprogrammes wie ERASMUS zu tun, bietet u. ò. die Annehmlichkeit, von Seiten der Universität einen Wohnheimplatz angeboten zu bekommen und automatisch von den – in Italien mittlerweile fälligen – Semestergebühren befreit zu werden, doch muss man sich nicht auf diesen Weg beschränken.
stud. iur. Henning Frase, Bonn

Ein Semester im Land der aufgehenden Sonne.
Das Wintersemester 2000/2001 habe ich an der Toin Universität in Yokohama verbracht. Warum ausgerechnet Japan? Die meisten Jurastudenten zieht es in die Schweiz, nach Frankreich oder England. Ich wollte aber etwas Anderes machen. Japan bot sich an, da ich die Sprache 7 Jahre lang gelernt und im Rahmen eines Schüleraustauschs das Land schon zweimal besucht habe. Außerdem wollte ich testen, wie gut ich mich in einem völlig fremden und fremdartigen Kulturkreis zurechtfinden kann. Japan ist die zweitgrößte Industrienation, und Spezialisten, die sich mit dem japanischen Recht und der Kultur (Schlagwort interkulturelle Kompetenz) auskennen, sind rar.
Allgemeines. Obwohl ich schon vor dem Aufenthalt Japanisch gelernt habe, muss ich sagen, dass ich in sprachlicher Hinsicht nicht genug vorbereitet war. In Japan gibt es drei Schriftarten, nämlich die beiden Silbenalphabete Hiragana und Katakana und die chinesischen Schriftzeichen, genannt Kanji. Um Zeitung lesen zu können, muss man ca. 2000 Kanji beherrschen. Als ich angekommen bin, kannte ich ca. 300 Kanji, was auf keinen Fall genug ist, um dem Unterricht auch nur halbwegs folgen zu können. Uns wurden häufig Zeitungsausschnitte ausgeteilt – ich habe Stunden gebraucht, um einen Absatz zu lesen.
Organisation und Finanzierung. Japan ist wirklich so teuer, wie es gemeinhin heißt. Der DAAD gibt in seinem Reiseführer an, dass man bei einem Aufenthalt – wenn man Studiengebühren bezahlt und sich auf dem freien Markt eine Wohnung sucht – mit monatlichen Ausgaben in Höhe von 5000 DM zu rechnen hat. Glücklicherweise stehen die Chancen recht gut, ein Stipendium in der einen oder anderen Form zu erhalten. Ich habe ein Stipendium des japanischen Erziehungsministeriums (Monbusho) bekommen. Das bedeutet, dass mir ein Flugticket gestellt wurde, außerdem habe ich monatlich 80 000 Yen (ca. 1600 DM) und eine einmalige Zahlung von 30 000 Yen (ca. 600 DM) erhalten. Gedacht ist das als Teilstipendium. Da ich im Rahmen einer Hochschulpartnerschaft zwischen der Toin und Tübingen nach Japan ging, wurden mir auch die Studiengebühren in Höhe von ca. 10 000 _M pro Semester erlassen.
Studium. Die Toin Universität ist ziemlich klein, sie besteht nur aus einer juristischen Fakultät mit ca. 1000 Studenten und einer ingenieurwissenschaftlichen Fakultät mit ca. 600 Studenten. An der juristischen Fakultät waren ca. 80 chinesische Studenten eingeschrieben, ich war die einzige westliche Studentin.
Der Unterricht läuft ähnlich ab wie bei uns, allerdings gibt es – aufgrund der Größe der Universität – wesentlich mehr kleine Vorlesungen als bei uns. Meine größte Vorlesung umfasste ca. 100 Studenten, die kleinste 4. Das Jurastudium ist auf 4 Jahre angelegt, man legt die Prüfungen kontinuierlich ab. Voraussetzung für den Abschluss sind 120 creditpoints, wobei eine Veranstaltung zwischen 2 und 4 points „wert“ ist. Der Abschluss der Universität berechtigt nicht zur Ausübung der Rechtsanwaltstätigkeit. Um Rechtsanwalt zu werden, muss man eine spezielle dreistufige, jährlich stattfindende Zulassungsprüfung (vergleichbar mit unseren Staatsexamina) bestehen. Bei der Prüfung ist nicht das Lösen von Fällen gefragt, sondern die Wiedergabe des Stoffes. Um sich zu der Prüfung zu melden, muss man nicht Jura studiert haben – was zu einem Teil die Durchfallquote von 97% erklärt.
Damit das Semester für den Freischuss nicht angerechnet wird, muss man einen Leistungsnachweis erbringen, nach der JaPrO Baden-Württemberg ist das nicht nur im ausländischen, sondern auch im Völkerrecht möglich. Des weiteren besteht auch die Möglichkeit, einen zulassungsrelevanten Schein zu erwerben. Da mir noch der große Schein im öffentlichen Recht gefehlt hat, habe ich zwei größere Hausarbeiten (auf Englisch!) im Völkerrecht geschrieben, die mir nach Angaben des Justizprüfungsamtes als Schein anerkannt werden. Während meiner Zeit in Japan habe ich Völkerrecht I und II, Theorie der Internationalen Beziehungen, Kartellrecht und Europäisches Recht (ein Seminar, das _Prof. Oppermann als Gastdozent abgehalten hat) belegt.
Eine kleine Anmerkung noch: da in Japan praktisch keine Hausarbeiten geschrieben werden und die Bibliotheken auch eher dem Lernen der Oberschüler auf die Uni-Aufnahmeprüfung als dem Studieren dienen, müssen die Studenten kaum etwas kopieren. Das führt dazu, dass auf dem ganzen Campus nur ein frei zugänglicher Kopierer steht, in der Bibliothek gibt es noch einen, an dem man unter Aufsicht kopieren kann. Dazu muss man aber den Namen des Buches und die kopierten Seiten in eine Liste eintragen, zusammen mit allen Daten wie Name, Semester und Matrikelnummer. Ich muss zugeben, das System war am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig.
Unterbringung. Die Wohnungsknappheit im Großraum Tokio (und die entsprechenden Wohnungspreise) sind schon fast sprichwörtlich. Genauso wie die langen Anfahrtswege, die die Tokioter auf sich nehmen. (Unter den Studenten ist es nicht ungewöhnlich, einen Anfahrtsweg von 2 Stunden zu haben.) Da es an der Toin Universität kein Studentenwohnheim für Frauen gibt (die Wohnheime sind getrennt), hat man mich im Wohnheim für die High School Mädchen untergebracht.
Leben in Japan. Japan bietet eine schier unendliche Fülle touristischer Attraktionen, für die selbst volle vier Monate nicht auszureichen scheinen. Zur Erkundung bietet sich die Bahn an, da das Netz hervorragend ausgebaut ist – und es kommt selten vor, dass man auf einen Zug länger als 10 Minuten warten muss. Kulturinteressierte werden ein reichhaltiges Angebot an Theatern, Museen etc. finden.
Abenteuerlustigen Feinschmeckern bietet das Land des Lächelns auch einiges, man muss nur den Mut haben, nach dem try error system alles auszuprobieren. Beim Bestellen helfen die in den Schaufenstern ausgestellten Plastikmodelle der Gerichte, so dass sich niemand der mangelnden Sprachkenntnisse wegen zu Fast Food flüchten muss.
Fazit: Über Sinn und Unsinn eines Auslandsaufenthaltes ist schon vieles geschrieben worden. Ich möchte hinzufügen, dass dieses Semester für mich eine sehr wertvolle Erfahrung darstellt, die ich nicht missen möchte – ich kann es jedem nur empfehlen, sich einige Zeit einem völlig fremden Kulturkreis auszusetzen, denn neben den juristischen Kenntnissen erwirbt man so eine große Portion Selbstsicherheit, Toleranz und Respekt.
cand. jur. Katalin Tözsér

JuS 7/2001