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Architektenhonorar bei den Höchstsatz überschreitender Vereinbarung

Erleichterung winkt unter Nr. 10 (S. 65) daneben so manchen nach Selbsteinschätzung „rechtsprechungsgebeutelten“ Architekten (auch dieses Thema hatten wir schon im Dezemberheft). Der BGH hat nämlich mit Blick auf eine den Höchstsatz überschreitende Honorarvereinbarung denkbar architektenfreundlich entschieden: Im Ausgangsfall waren die Beteiligten von einer zu hohen Honorarzone ausgegangen. Daraufhin stellte sich die Frage, ob die Vergütungsregelung insgesamt nichtig sei, es auf “ein angemessenes“ Honorar ankomme oder die Honorarvereinbarung nur insoweit gekappt werden müsste, als sie die Höchstsätze überschreite. Der BGH entschied im letztgenannten Sinne.

Eine weitere architektenrechtliche BGH-Entscheidung schlägt den Bogen zurück zu dem unter Nr. 4 (S. 57) einschlägigen Art. 103 I GG: Wie unter Nr. 11 (S. 66) nachzulesen ist, kann die unzureichende Berücksichtung des Parteivortrags über einen Architektenauftrag in einem Rechtstreit auf Zahlung von Architektenhonorar das Recht auf rechtliches Gehör verletzen.


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