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BC-Leserfragen-Treff: Leserfragen 2014


 

Thema: „Unübliches“ Mittagessen bei Auswärtstätigkeit

Leserfrage:

Einer unserer Arbeitnehmer erhält anlässlich einer 10-stündigen eintägigen Auswärtstätigkeit vom Arbeitgeber ausschließlich ein Mittagessen im Wert von 65 € zur Verfügung gestellt. Eine Reisekostenvergütung in bar wird nicht gezahlt.

Frage: Kann das Mittagessen in Höhe der gesetzlich vorgesehenen Verpflegungspauschale von 12 € steuerfrei bleiben?

Antwort:

Leider nein. Das Mittagessen ist als sog. Belohnungsessen mit dem tatsächlichen Preis von 65 € als Arbeitslohn zu versteuern, da der Preis die maßgebende 60-€-Grenze übersteigt. Der Arbeitnehmer kann allerdings im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung wegen der über acht Stunden hinausgehenden Auswärtstätigkeit eine Verpflegungspauschale von 12 € als Werbungskosten geltend machen, die nicht wegen der Mahlzeitengestellung zu kürzen ist.

Weitere Erläuterungen u.a. zur Pauschalbesteuerung sowie zur Zuzahlung des Arbeitnehmers von 25 € finden Sie in der BC-Ausgabe 4/2014, S. 157 f.

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